Buchmesse Leipzig – eine kurze Review

Mitten im Gedränge

Die Glashalle in Leipzig
So, nun ist das auch geschafft: nach einem Jahr Absenz besuchte ich dieses Jahr wieder einmal das Mekka jeden Bücherwurms – die Leipziger Buchmesse 2015. Dass die Messe mit einem Besucherrekord zu Ende ging konnte man jeden Tag selber bei einem Bummel durch die fünf Hallen feststellen. Mitten im Gedränge zwischen Cosplayern, Verlagsvertretern und ganz normalen Lesern konnte man sich verlieren – oder genau das Buch finden, auf das man schon immer gewartet hat (ohne es vielleicht zu wissen). Hier habe ich noch ein paar Gedanken gesammelt und aufgeschrieben:

Freitag, Messetag I

Der Buchmessestand der Schweiz

Nach der Anreise aus Augsburg konnte es dann gleich losgehen, nachdem ich kurzzeitig im Stau gestanden war. Schnell in die Straßenbahn mit der Nummer 16 gesetzt und schon tauchte das Congress-Center vor mir auf. Nach einem großen Hallo mit alten Studienfreundinnen wurde gleich der erste Messestand angesteuert.
Die erste Anlaufstelle war der Suhrkamp-Stand in Halle 4, nachdem ich bereits im Vorhinein mit Demian, der beim Verlag für die Webredaktion zuständig ist, ein Treffen vereinbart hatte. Nach einem netten Gespräch und vielen Leseexemplaren ging es von Suhrkamp gleich weiter zum Stand von Kiepenheuer-Witsch, bei dem ich mit der netten Ulrike Meier ein Treffen vereinbart hatte.
Nachdem die Zeit schon weit vorangeschritten war, blieb dort leider nicht viel Zeit für einen Plausch, dennoch konnte ich ihr einige News entlocken. So darf man sich schon bald auf neue Romane von Joachim Meyerhoff und Wolfgang Schorlau freuen – beste Aussichten wie ich finde.
Nach diesem Besuch ging es dann noch zum von Random-House initiierten Blog’n’Talk, bei dem ich mich angemeldet hatte. Doch aufgrund des wirklich großen Gedränges konnte ich nur mit der hochsympathischen Thriller-Debütantin Melanie Raabe (Siehe auch meine Rezension zu ihrem Erstling „Die Falle“ ein paar Worte wechseln.

Der Messestand des HoCa-Standes

Nachdem ich mich beim Blog’n Talk umgesehen hatte, war es dann schon langsam Zeit, mich wieder auf den Weg aus den Tiefen der Messehallen zu begeben.
Schließlich waren wir alle eingedenk des langen Tages schon hungrig und wollten uns im Anschluss ans Abendessen dann in das Leipziger Nachtleben stürzen.
Und dieser Plan ging auch tatsächlich auf, nicht nur tagsüber hat Leipzig interessante kulturelle Highlights zu bieten, wie wir konstatieren. Leipzig lohnt sich auf jeden Fall!

Samstag, Messetag II

Nachdem es am Freitag nachts doch noch etwas später wurde, war am Samstag erst einmal Ausschlafen angesagt.
Die 16-er Straßenbahn brachte uns abermals auf das Messegelände, zusammen mit jeder Menge Cosplayer und Leser strömten wir in die Hallen, die sich in frühlingsuntypischem Grau präsentierten. Zudem ließen auch die Temperaturen zu wünschen übrig, was aber gottseidank nicht ins Gewicht fiel, da wir den Tag ja nur innerhalb der Messe zu verbringen gedachten.
Diesmal konnten wir die Sache etwas entspannter angehen, außer einem gemütlichen Bummel durch die Hallen und dem Besuch des Lovelybooks-Lesertreffens war erst einmal nichts geplant. Erst Abends wollten wir in der Moritzbastei einer Lesung von Jörg Maurer lauschen.

Das Lovelybooks-Lesertreffen

Da der Samstag ja traditionell der am stärksten frequentierte Messetag ist mussten wir uns das ein oder andere Mal schon durch die Massen schieben beziehungsweise andere Wege haben wir gar nicht angetreten. Ohne Ende schien die Schlange, die sich Bücher von Jussi Adler-Olsen signieren lassen wollten. Da hab ich mich lieber in die etwas weniger bestürmten Gebiete der Hallen zurückgezogen und konnte dort einige interessante neuen Bücher entdecken.

Hochbegehrt – die Goodiebags von Lovelybooks

Kurz darauf war es dann schon 14:00 Uhr und es ging in den Kongressbereich der Messe, wo Lovelybooks zum Lesertreffen eingeladen hatte. In einer großen Runde wurde über die Bloggerszene und den Wandel des Business gesprochen, ehe Bettina Belitz ihr neues Jugendbuch vorstellen durfte. Danach begann der große Run auf die Goodiebags, die mit einer bunten Mischung an Büchern, Postkarten und Give-Aways ausgestattet waren. Bei Cupcakes ließen sich dann auch gut Bücher, die nicht so hundertprozentig ins eigene Schema passten, tauschen und man kam miteinander ins Gespräch. Ich nutzte die Gelegenheit, um mir „Die Falle“ gleich von Melanie Raab signieren zu lassen, dazu war am Vortag keine Gelegenheit mehr gewesen. Über ihre tolle Widmung habe ich mich sehr gefreut.

Am Abend ging es dann noch in die Moritzbastei zu einer Lesung (man sollte hierzu wohl eher Kabarettabend mit Lesungseinsprengsel sagen) von Jörg Maurer. Dieser präsentierte in der ausverkauften Veranstaltungstonne im Keller der Bastei seinen neuen Roman „Der Tod greift nicht daneben„. Langsam ließen wir dann noch beim Italiener diesen tollen Tag ausklingen.

Sonntag, Messetag III

Nachdem die beiden vorherigen Tage vor allem durch Besucherströme, Stress und Gedränge gekennzeichnet waren, wurde dies am Sonntag alles anders.
Viele Verlagsmitarbeiter waren schon wieder gen Heimat abgereist und auch viele Lesebegeisterte wagten sich nicht mehr in die Hallen, sodass dieser Tag der wohl entspannteste wurde.
An einigen Verlagen konnte man noch nette Bekanntschaften schließen und man hatte auch bei größeren Verlagen die Möglichkeit, sich in aller Ruhe dem neuen Programm zu widmen.
Ehe es am Nachmittag wieder gen Augsburg in den Süden ging knippsten wir noch diese Buchmesseselfie.
Da schon auf der Heimfahrt der Post-Buchmesseblues einsetzte werde ich wohl nicht darum herumkommen, mich nächstes Jahr wieder in die Menschen- und Bücherfluten zu stürzen!

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