Monatsrückblick April

Der April 2015 im Rückblick

Die Büchermassen der Leipziger Buchmesse sind noch nicht abgetragen und das Bloggerportal von Random House spült auch in einem stetigen Fluss neue Titel in mein Heim. Insgesamt konnte ich auf den Monat verteilt 15 neue Titel lesen, von denen viel Durchschnitt, einiges Ärgerliches, insgesamt aber auch einiges an wirklichen guten Entdeckungen dabei war.

Tops&Flops

Fangen wir mit dem Ärgerlichen an: ich bekam zwei Titel des Aavaa-Verlags zur Besprechung zugeteilt – ein schauderhaftes Leseerlebnis. Wer sich von den sorgsam komponierten Titelbildern nicht abschrecken lässt, der sollte spätestens beim Durchblättern der Bücher stutzig werden.
Fehler im Buchsatz, jede Menge orthographischer Mängel und ein fehlendes Lektorat. So schnell werde ich die Lektüre dieser Titel nicht vergessen.

Ein Buch, bei dem ich mit der Bewertung auch nach über zwei Wochen noch immer schwanke und nicht genau weiß, wie ich es finden soll ist Kevin Barrys Dunkle Stadt Bohane. Nicht nur aufgrund seiner Sprache ist das Buch beeindruckend, inmitten der Krimiflut ragt das Buch wie ein Findling heraus. Im Moment geht der Ausschlag auf meinem Geschmacksbarometer eindeutig in Richtung gut.

Eindeutige Top-Titel waren in diesem Monat auch wieder vertreten. Obwohl ich Western jetzt nicht als „mein“ Genre bezeichnen kann (ich gewinne den Filmen und Büchern einfach nicht so viel ab), griff ich mit Bruce Holberts Einsame Tiere genau richtig zu. Eine wuchtige Geschichte, kantige Figuren und sprachmächtige Landschaftsbeschreibungen. Den Liebeskind-Verlag sollte man auf jden Fall immer auf dem Schirm haben!

Toll auch der Titel Die Entführung der Delia Wright von Lyndsay Faye, ein Krimi mit einer Thematik, der spätestens seit dem Film Twelve years as a slave auf breiteres Interesse stoßen dürfte. Viel Ironie, eine stimmungsvolle Schilderung New Yorks und eine Volten-schlagende Handlung. So müssen Bücher gemacht sein, damit sie mir gefallen!

Wie war denn euer Lesemonat so? Welche Bücher habt ihr entdeckt? Und welche gehören eher in den Papiermüll?

Ich freue mich auf eure Erlebnisse!

0 comments

  1. Da stimme ich Dir gern zu, den Liebeskind Verlag soll, kann, darf und muss man auf dem Schirm haben, die haben wirklich tolle Bücher im Programm. Kennst Du die beiden Driver-Romane von James Sallis? Bin erst durch die Verfilmung auf die Bücher gestoßen, beides großes Kino, für meinen Geschmack. 🙂

    "Dunkle Stadt Bohane" steht schon seit März auf meiner Leseliste, muss ich dieses Jahr auch unbedingt noch schmökern, bin sehr sehr neugierig auf das Buch!!

    Mir hat im letzten Monat "London Undercover" von Winslow sehr vergnügliche Lesestunden bereitet, das war ganz nach meinem Geschmack. Hatte ja gesehen, dass Du da auch ganz angetan warst! 🙂 Und dann war da noch "Ausstieg", ein Krimi aus dem Pendragon Verlag, auch ein richtig gelungener Krimi. Jetzt freu ich mich auf den Mai und ein paar Neuerscheinungen, aber auch ein paar ältere Titel sind nun dran, hab endlich mal mit den Mma Ramotswe-Krimis von Alexander McCall Smith anfangen können und auch Richard Langes "Angel Baby" hat mich am Wochenende schon ans Sofa gefesselt, es fängt also gut an! 😀

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