Antonio Hill – Der einzige Ausweg

Winter in Barcelona


Antonio Hill treibt mit „Der einzige Ausweg“ die Fortschreibung seiner Saga um den Kriminalinspektor Héctor Salgado und die Stadt Barcelona weiter voran.

Doch fernab von zementierten Klischees eines sommerlichen Barcelonas, in dem durchgängig die Sonne scheint und die Temperatur nie unter 30 Grad fällt, zeigt Hill ein gänzlich anderes Bild. Schnee fällt und kalte, ungastliche Temperaturen herrschen nicht nur in der Stadt sondern auch im zwischenmenschlichen Umgang der Katalanen.
Nach dem möglichen Suizid einer jungen Frau in einem U-Bahnschacht kommt der melancholische und manchmal jähzornige Inspektor Héctor Salgado einem tödlichen Geheimnis auf die Spur, das eine Gruppe von Mitarbeitern eines Kosmetikkonzerns teilt.
Der eigentliche Kriminalfall, der „Der einzige Ausweg“ zugrunde liegt, ist nicht allzu spektakulär und innovativ. Der Reiz, der dem neuen Roman von Antonio Hill innewohnt, liegt in der horizontalen Erzählweise des Autors begründet. Die Ereignisse, die im Vorgängerroman ihren Ausgang nahmen, werden nun weitergeführt und nehmen eine überraschende Entwicklung.
Dementsprechend empfiehlt sich die vorweg gehende Lektüre von Hills Erstling „Der Sommer der toten Puppen“, auch wenn die Kenntnis dieses guten Romans nicht essentiell ist.
Der Cliffhanger am Ende des Buches macht wahrhaft Lust auf den nächsten Roman Antonio Hills, der dann auch gerne einmal in einem wärmeren Barcelona spielen darf!
Wer weitergehende Informationen über den Roman sucht, der dürfte hier fündige werden: http://www.suhrkamp.de/buecher/der_einzige_ausweg-antonio_hill_46487.html

 

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