Timur Vermes in Augsburg

Er ist wieder da – kaum eine Besprechung oder Kritik in letzter Zeit kam ohne dieses Wortspiel aus, das Timur Vermes selbst kreiert hat. Denn ursprünglich bezogen sich diese Worte auf den Titel seines Debüts, in dem er Adolf Hitler im Berlin der Jetztzeit wiederauferstehen ließ. Talkshows, Demagogie und der Führer – mit dieser Mischung gelang Vermes ein veritabler Longseller, der sich über 106 Wochen in der Spiegel-Bestellerliste hielt. Zahlreiche Monate sogar auf Platz Nummer Eins der Liste. Insgesamt verkaufte sich das Buch über 1,5 Millionen Mal und wurde auch von Christoph Maria Herbst als Hörbuch eingelesen.

Eine Verfilmung von Er ist wieder da fürs Kino folgte – und dann lange nichts. Seit September 2012, als das Buch erschien, machte sich Timur Vermes rar. Schrieb Kritiken und Magazinbeiträge – doch ein neues Buch des Franken: Fehlanzeige.

Die Hungrigen und die Satten

Nun, sechs Jahre später, gibt es Nachschub vom Bestseller-Autor. Das Buch trägt den Titel Die Hungrigen und die Satten und setzt sich mit der Flüchtlingskrise auseinander, die momentan den öffentlichen Diskurs beherrscht wie kein anderes Thema. Vermes dreht die aktuelle Situation weiter und entwickelt daraus eine Satire, die manchmal schmerzhaft nah an der Realität entlangschrammt.

Denn Deutschland hat nach Diskussionen eine Obergrenze für Flüchtlinge eingeführt, die Grenzen sind dicht. Der Schutz der Außengrenzen wird blutig verteidigt, mit der Konsequenz, dass sich vor diesem Zaun große Lager bilden, in denen Menschen auf ihre Reise nach Europa hoffen. Doch sind die Satten in Europa bereit, den Hungrigen vor ihrem Zaun einen Platz in ihrer Mitte zu geben? Oder welche Konsequenzen erwachsen aus dieser Lagerbildung?

Timur Vermes kommt am 05.10 nach Augsburg, um seinen neuen Roman vorzustellen. Dies tut er im Rahmen der Literarischen Soiree von der Augsburger Allgemeinen und der Stadtbücherei Augsburg. Er liest ab 19:30 Uhr im Forum der Stadtbücherei – Karten gibt es für 12 Euro in der Buchhandlung am Obstmarkt oder bei der Stadtbücherei zu erwerben.

Im Anschluss: Der Literarische Salon

Im Anschluss folgt wie immer der Augsburger Literarische Salon. Dort diskutieren unter der Leitung von Michael Schreiner (Feuilletonchef der Augsburger Allgemeinen) Buchhändler Kurt Idrizovic, Stefanie Wirsching (ebenfalls Augsburger Allgemeine) und ich über folgende drei Neuerscheinungen aus dem Bücherherbst:

Zu gewinnen gibt es auch etwas

Und nun kommt das Beste: zur Vorbereitung auf den Literarischen Salon und Timur Vermes verlose ich einmal das Hörbuch von Die Hungrigen und die Satten, gelesen von Christoph Maria Herbst. Dafür müsst ihr nur diesen Beitrag kommentieren, um in den Lostopf zu springen. Teilnahmeschluss ist der 30.09 – und der Rechtsweg ist leider ausgeschlossen. Viel Glück und vielleicht bis zum 05.10.2018 in der Augsburger Stadtbücherei!

5 comments

  1. Hallo Marius,
    ich kommentiere hier aber ohne in den Lostopf zu hüpfen, zur Zeit höre ich dem netten Herrn Herbst schon zu und dieses Buch ist ihm als Sprecher auf den Leib geschnitten. Ich erwische mich ständig dabei ein böses Grinsen im Gesicht zu haben, weniger wegen den bösen Dinge an sich die im Buch geschehen, sondern weil mir diverse Personen im Buch so bekannt vorkommen. Herrlich ehrlich und bitterböse kommt mit diese Geschichte vor und ich weiß gerade noch nicht ob es der Zynismus, die Ironie oder doch eher Sarkasmus ist was mir am besten gefällt.
    Danke für die Nesbø Vorstellung, das wird dann doch kein Buch für mich (obwohl ich HarryHole echt gerne las).
    Ein schönes Wochenende wünsche ich dir
    Viele Grüße
    Kerstin

    1. Servus Kerstin,
      also ich kann ja nur für mich sprechen – aber ich freue mich auf alle Fälle auf den neuen Harry-Hole-Fall im Herbst nächsten Jahres. Nur „Macbeth“ hätte ich mir schenken können. Dann lieber eine gute Inszenierung des Werks im Theater… 😉
      Beste Grüße, Marius

      1. Hallo Marius, ohja auf „Messer“ warte ich auch schon. Ist zwar noch ein Jahr bis dahin, aber ich übe mich in Geduld 😉 im Januar geht es zur Premiere von „Kleiner Mann-was nun?“ ist zwar kein Macbeth aber Theater.
        Grüße
        Kerstin

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