Die Jahresendbilanz 2021

2022 steht vor der Tür – somit gibt es hier am vorletzten Tag des Jahres einen kleinen Rückblick auf mein persönliches Jahr in der Buch-Haltung. Die Jahresend-Bilanz steht an.

Zuerst gilt es Dank zu sagen an alle Mitlesenden. Sogar eine Handvoll Rückmeldungen trudelten das Jahr über ein, worüber ich mich sehr freute! Sie belohnen für die stille Arbeit, die zumeist doch recht reaktionslos in den digitalen Weiten verpufft.. Ruft die ein oder andere Besprechung doch eine Rückmeldung oder Meinung hervor, dann freut mich das besonders.

Rein objektiv hat konnte der Blog wieder zulegen, im Vergleich zu den letzten Jahr steigerte sich der Zugriff abermals, sodass der Blog und dessen Beiträge insgesamt über 65.000 mal aufgerufen wurde. Im Vergleich zu größeren Blogs und bekannten Namen sicherlich eine geringe Zahl, ich freue mich aber dennoch über das zunehmende Interesse. Auch die Zahl der Abonnent*innen stieg 2021 erneugt, zwar nicht stark, aber auch stetig, sodass fast 550 Leserinnen und Leser diesen Blog abonniert haben. Jeweils am ersten Tag des Monats gibt es in der Früh von mir eine Mail, die alle im vergangenen Monat erschienen Beiträge bündelt und vorstellt. Der Newsletter ist kostenfrei und kann ganz einfach hier auf der rechten Seite der Homepage abonniert werden.

Die Top 10 der Beiträge

Besonders großes Interesse herrscht bei mir am Jahresende, was die Blogstatistik angeht. Welche Beiträge wurde häufig aufgerufen, welche Rezensionen interessierten nicht so sehr? Insgesamt erschienen auch dieses Jahr wieder über 100 Besprechungen, sodass reichlich Auswahl vorhanden war.

Hier meine Top 10 der am häufigsten nachgefragten Beiträge (bereinigt um alle nicht in diesem Jahr erschienen Besprechungen):

Noch spannender finde ich neben der Frage meiner persönlichen Highlights des Buchjahres (die hier beantwortet wurde) ja die Frage, welche Beiträge auf das geringste Interesse stießen. Die rote Laterne in Sachen Blog hatten dieses drei Blogbeiträge inne.

Quo vadis, Blogwelt?

Subjektiv gesprochen würde ich durchaus die Feststellung treffen, dass die Blogwelt etwas verkümmert. Dies stellte ich fest, als ich meine Abo-Empfehlungen für andere Blogs diesen Herbst überarbeitete und feststellte, auf wie vielen Blogs sich nichts oder kaum mehr etwas tut. Nicht einmal die rituelle Debatte von Blogs vs. Feuilleton wurde in diesem Jahr verhandelt. Die Frequenz der Beiträge nimmt ab, der Fokus der Blogs verändert sich und abseits von ein paar großen Namen bleibt die Sichtbarkeit der Literaturblogs und Schreibenden dahinter gering. Das kann durchaus etwas frustrieren, verschlingt die Blogarbeit doch viele Zeit- und Kraftressourcen, die man im Alltag erst einmal aufbringen muss.

Umso schöner, wenn es dann digital und real zu Begegnungen rund um das Buch kommt. Hierzu zählen für mich vor allem die Literarischen Soireen in der Stadtbücherei Augsburg, bei denen ich als Diskutant mitwirken darf und bei denen über die Frage von guter Literatur und spannender Neuerscheinungen diskutiert wird. Auch ist es schön, andere Blogger*innen wie etwa Pascal Matheus vom Blog Aufklappen zu treffen – diesen besuchte ich in der Buchhandlung Zum Wetzstein in Freiburg. Und auch wenn für mich wegen der Abordnung ins Gesundheitsamt die Buchmesse in Frankfurt ausfiel, hoffe ich auf Leipzig oder Frankfurt im kommenden Jahr.

Die Buch-Haltung im Podcast

Auch ich habe mich auf ein Feld gewagt, dass ich angesichts der Omnipräsenz und nicht immer überzeugenden Qualität der Inhalte und Darreichungsformen meiden wollte – die Rede ist von Podcasts. Als mich eine Anfrage der Augsburger Allgemeinen erreicht, ob ich nicht von meinem Beruf und meinem Hobby erzählen wollte, warf ich die Vorsätze allerdings über Bord und sprach mit Axel Hechelmann mehr als eine Stunde über Buchanfänge, besondere Kundenanfragen in Bibliotheken und die Frage, wie ich dieses Hobby hier finanziere oder ob ich davon leben könnte (Spoiler: schön wäre es…). Der Podcast findet sich unter folgendem Link:

Für die Treue und das stille Mitlesen sage ich herzlichen Dank. Und mit einem weihnachtlichen Song des amerikanischen Musikers Finneas O’Connell verabschiede ich mich an dieser Stelle, wünsche allen Mitlesenden einen guten Rutsch in ein hoffentlich ruhigeres und sorgenfreies 2022 mit viel guter Lektüre!

But here we are tonight | Drunk by the firelight | The future could be bright | Though no one’s sure about it | And if the ending’s sad | At least these times we’ve had | The good outweighs the bad | You wouldn’t know without it

Finneas O’Connell – Another year
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Marc Richter
5 Monate zuvor

Hallo Marius, Erstmal ein gesundes Neues an dich und auf ein gutes 2022. Das mit der Blogwelt sehe ich ähnlich wie du, nur nicht so düster. Ich sehe es zum Beispiel an mir mit den beiden Blogs, die schon in der Orga viel Zeit in Anspruch nehmen, so dass wenig bleibt, um Inhalte beizusteuern. Manchmal wollen die Texte auch nicht so recht aus einem raus, da hatten letztes Jahr sicher einige zu tun und sind dann zu Instagram und anderen gegangen, da es dort simpler zu organisieren war. Ich bin jedenfalls gespannt auf 2022 und wie sich die Interaktion auf… Weiterlesen »

Andreas
Andreas
5 Monate zuvor

Hallo Marius, vielen Dank für die vielen interessanten Beiträge und Deine Meinungen dazu. Ich stöbere gerne hier und picke mir immer mal wieder ein paar interessante Bücher für mich heraus. Da ich nicht so viel und nicht so schnell lese wie Sie, hinke ich immer eine gute Zeit hinterher. In 2021 waren es Hard Land, Götter ohne Menschen (die Vorstellung war bereits aus 2020) und Dave, die ich mir aus Ihren Beiträgen auf meine Liste gepackt habe. Während ich bei Hard Land und Dave ihre Einschätzung und Meinung im Wesentlichen teile, hat mich Götter ohne Menschen so gar nicht abgeholt.… Weiterlesen »

Petra Reich
6 Monate zuvor

Lieber Marius, ich wünsche dir ein schönes neues Jahr, danke für die stimmungsvolle Musik und ein Jahr lang interessante Blogbeiträge. Ich stimme durchaus zu, dass das Interesse an Literaturblogs und vor allem der Austausch etwas stagniert. Vermute, dass sich das Ganze auf Instagram verlagert hat (zumindest ein wenig). Umso schöner, dass ein paar der „alten Kämpen“ noch dabei sind. Würde mich freuen, wenn wir dieses Jahr mal wieder vor Ort zusammentreffen und grüße bis dahin herzlich. Petra

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