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Meine besten Bücher 2020

Das war es auch schon wieder, dieses verrückte Jahr 2020. Eines, das mal quälend langsam verging, dann aber auch wieder raste.

Ein Jahr, an dessen Ende ich noch einmal kurz zurückblicken möchte. Schließlich war das vergangene Jahr in vielerlei Hinsicht besonders. Zweimal musste ich meine Bücherei zusperren, Buchhändler*innen wurden zu Versandspezialisten. Zwei Buchmessen fielen ersatzlos aus, ebenso waren Lesungen in diesem Jahr wirkliche Mangelware.

Hier in Augsburg hatten wir Glück, durften wir zwei literarische Soireen in Zusammenarbeit mit der Augsburger Allgemeine durchführen, gerade, als es die Infektionslage zuließ. Kurz vor dem ersten Lockdown war im März Ingo Schulze zu Gast, im Herbst vor dem neuerlichen Lockdown begrüßten wir Olga Grjasnowa zu Gast. Im Anschluss debattierten wir wieder über die Bücher der jeweiligen Saison und ich freute mich, einem großen Publikum die Werke Robinsons Tochter von Jane Gardam und Long Bright River von Liz Moore ans Herz legen zu dürfen. Zwei meiner absoluten Lesehighlights in diesem Jahr.

Eine weitere Lesung, die mir im Gedächtnis bleiben wird, war die Augsburger Premiere von Thomas Hettches bestrickendem Roman Herzfaden, in dem er die Geschichte der Augsburger Puppenkiste und die ihrer Gründer*innen erzählt. Ein hervorragendes Buch, ganz zurecht auch für den Deutschen Buchpreis im Herbst nominiert.

Buchpreis, Blogbuster und Aufreger

Doch nicht nur den Deutschen Buchpreis habe ich in diesem Jahr wieder begleitet. Auch durfte ich Teil der Jury des Blogbusterpreises sein. Hier waren vielen Manuskripte zu sichten, aus denen ich mich schlussendlich für Yannick Dresens Romanentwurf entschied.

Auch bin ich froh, dass das Jahr nicht ganz so düster endete, wie es sich noch im Frühjahr angedeutet hatte. Zwar gab es für mich einen ganz klaren Aufreger zum Jahresende (der dann zum mit Abstand meistgeklickten Beitrag des Jahres avancierte), generell verlief das Jahr aber dann doch besser als gedacht.

Sieht man von Ärgernissen wie etwa der Cancel-Culture-Phantomdebatte in diesem Jahr ab, bei der man die Aufmerksamkeit und Energie besser für alle die untergegangen Bücher im Frühjahr aufgewendet hätte (zum Beispiel dieses oder dieses hier), war doch auch vieles ganz in Ordnung.

So erzielte der Buchhandel trotz allen Widerfahrnissen mehr erfreuliche Ergebnisse. So gewann mit Helga Schubert gewann so eine Autorin den Bachmannpreis, die durch die digitale Durchführung des Preises ihr Zuhause nicht verlassen musste, in dem sie ihren Mann pflegt.

Besprechungen, Klicks und weiter so?

Auch ich durfte an ein paar digitalen Treffen teilnehmen. So war ich bei Kai Wielands Lesungen zu Zeit der Wildschweine dabei oder traf im Rahmen der Messe Verlagsmitarbeitende und Blogger*innen digital. Kein gleichwertiger Ersatz für all das Ausgefallene, aber wenigstens eine Alternative mit Charme.

Meist gleicht das Schreiben hier einer Arbeit im luftleeren Raum, ohne Echo oder Widerspruch. Dennoch bleibt die Arbeit beglückend, nicht zuletzt durch solche Aktionen oder eine nette Mail, die mich ab und an mal erreicht, und die zu Weitermachen animiert.

Apropos Weitermachen. Auch wenn andere Blogger aufgeben oder das Ende der Blogs gekommen sehen, so kann ich dieses Urteil nicht bestätigen. Die Zugriffszahlen und die Abonnements steigen weiterhin an, wenngleich die Interaktion weiter abnimmt. Im Lauf des Jahres erschienen hier in der buch-Haltung 115 besprochene Bücher (69 davon von Autoren, 45 von Autorinnen für Statistikfüchse).

Enttäuschungen waren erfreulich wenige darunter, Mittelmaß einiges, aber deutlich mehr Highlights. Bücher, die mich durch ihre Sprache, Form, ihren Plot oder ihre Originalität (im besten Falle alles zusammen) überzeugten gab es 2020 reichlich.

Hier der Übersichtlichkeit halber noch einmal eine Grafik einiger meiner Highlights. Alle unten aufgeführten Bücher finden sich mit ausführlichen Besprechungen auf dem Blog.

Und wie soll es nun weitergehen? Was bringt 2021? Wird es wieder Buchmessen geben? Läuft Instagram den Buchblogs endgültig den Rang ab? Wird Sebastian Fitzek zum vierten Mal in Folge das meistverkaufte Buch des Jahres vorlegen? Ist es an der Zeit, dass Simone Buchholz mal für den Deutschen Buchpreis nominiert wird?

Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, was ich mir wünschen würde für das Literaturjahr 2021. Das hat mich nämlich die Redaktion des A3-Kulturjournals gefragt. Meine Antwort darauf soll diesen kleinen Rückblick beschließen. Was wünscht ihr euch fürs neue Jahr?

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Mercè Rodoreda – Der Garten über dem Meer

Sie gilt als DIE Dame der katalanischen Literatur: Mercè Rodoreda. 1908 geboren und 1983 verstorben, durchlebte sie ein Leben voller Höhen und Tiefen. Den Impuls zum Schreiben gab ihre unglückliche Ehe, in der sie die Literatur als Mittel der Weltflucht entdeckte.

Nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs floh Rodoreda ins Exil. Zunächst lebte sie in Spanien, ehe sie dann in die Schweiz übersiedelte. Erst in den siebziger Jahren kehrte sie dann in ihre katalanische Heimat zurück.

Von diesen wechselvollen Zeiten und dem turbulenten Leben merkt man ihrem im Schweizer Exil entstandenen und 1967 veröffentlichten Roman Der Garten über dem Meer allerdings überhaupt nichts an. Im Gegenteil. Ruhe, Melancholie und Zurückhaltung kennzeichnen diesen Roman, der neben Auf der Plaça del Diamant zu den wohl bekanntesten Werken Rodoredas zählt.

2014 gab Roger Willemsen dieses Buch im Rahmen der mare-Klassiker-Reihe heraus. Kirsten Brandt besorgte die erstmalige Übersetzung aus dem Katalanischen, Willemsen selbst verfasste das Nachwort. Noch nie war das Buch zuvor im Deutschen zu lesen. So konnte man über dreißig Jahre nach dem Tod Rodoredas eine wirkliche Neuentdeckung machen.

Eine Entdeckung, für die man Willemsen wirklich dankbar sein muss. Denn Der Garten über dem Meer ist ein literarisches Kleinod, eines das von der Vergänglichkeit des Sommers und zugleich von der Vergänglichkeit von Beziehungen erzählt

Von der Vergänglichkeit

Ausgangspunkt sind die Erinnerungen eines namenlosen Gärtners, der sich zurückerinnert an sechs Sommer, in denen er ein Herrenhaus betreute. In sechs Kapiteln erzählt er von seiner Rückschau auf jene Sommer, die von ganz unterschiedlichen Erlebnissen, Affären, Feiern, Unglück und Begegnungen geprägt waren.

Mercè Rodoreda - Der Garten über dem Meer (Cover)

Die Frau des Gärtners ist bereits verstorben, sodass er alleine in seiner kleinen Hütte auf dem Gelände des Herrenhauses lebt, als seine Schilderungen einsetzen. Er erzählt vom jungen Paar Francesc und Rosamaria, das mitsamt seiner Freundesclique die Sommer in ihrem Herrenhaus am Meer verbringen. Dort feiern sie rauschende Feste und Bälle, reiten aus, fahren Wasserski und genießen das dolce vita.

Doch was sich zunächst paradiesisch anhört, offenbart auch seine Schattenseiten, von denen der Gärtner erzählt. Eifersüchteleien, Affären, am Ende erbaut sich gar ein neuer Nachbar in bester Gatsby-Manier ein neues und noch prunkvolleres Haus neben dem des jungen Paares.

Lakonisch und mit einem genauen Gespür für die Risse im Gefüge der Clique betrachtet der Gärtner das Geschehen dort hoch oben über dem Meer. Durch seine soziale Außenseiterrolle kann er alles ungefiltert erzählen und legt so die Verwerfungen in der Clique und auch die dunklen Seiten der Sommertage offen. Während er sich um die Ordnung im Garten müht, driften die jungen Leute während der Sommer immer weiter auseinander.

Heiterkeit und Wehmut

Durch den Rückblick bekommt Rodoredas Erzählungen einen melancholischen, distanzierten, klaren und doch auch nostalgischen Ton. Das Wissen um die unmittelbar vergangenen Sommer schwingt im Buch mit und schlägt so den Bogen von sommerlicher Heiterkeit bis hin zum Wehmut. Das ist toll gemacht und zeigt eine Autorin, die zurecht für ihr Schreiben gerühmt und gepriesen wird. Hier ist eine Backlist-Perle zu entdecken. Eine große Empfehlung meinerseits!

Mit Der Garten über dem Meer bekommt man Sommererinnerungen ohne Falschheit. Ein Rückblick mit Wehmut und zugleich mit einem unbestechlichen Blick. Und Rodoreda gelingt ein präzises Bild einer spanischen Jeunesse dorée, das auch nach über 60 Jahren seit seinem Erscheinen nichts von seiner Klasse eingebüßt hat.


  • Mercè Rodoreda – Der Garten über dem Meer
  • Aus dem Spanischen von Kirsten Brandt
  • Mit einem Nachwort von Roger Willemsen
  • ISBN 978-3-8333-1054-6 (Berlin-Verlag)
  • 240 Seiten. Preis: 11,00 €
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Mein Literaturblogjahr 2019

Nun, wenige Tage vor Ende dieser Dekade möchte ich auch die Gelegenheit zur Rückschau nutzen, nachdem bereits an dieser Stelle geschätzte Buchmenschen ihre Empfehlung für das beste Buch des Jahres abgegeben haben. Was hat sich auf dem Blog getan? Was waren meine Highlights? Und was sind meine besten Bücher des Jahres? Vorhang auf zur Rückschau auf mein Literaturblogjahr!


Am Anfang des Jahres standen zwei Vorsätze aus dem letzten Jahr. Zum Einen wollte ich mehr Frauen lesen, zum anderen mehr Bücher aus Indie-Verlagen besprechen. Ist es mir gelungen?

Da ist zunächst die Relation weiblicher zu männlichen Autor*innen: in diesem Jahr kann ich vermelden, dass 43 Büchern von Männern 40 von Frauen gegenüberstehen. Fast ist mir hier die Parität gelungen, nimmt man noch meinen Beitrag zum Autorinnenschuber dazu, kann man einen Gleichstand gelten lassen.

Und auch den Anteil an unabhängigen Verlagen konnte ich ausbauen (dass damit auch viele Indie-Titel unter meiner Top10 gelandet sind, ist eine erfreuliche Begleiterscheinung). So schlagen exakt 30 besprochene Bücher aus unabhängigen Verlagen zu Buche. Das macht immerhin eine Indie-Quote von knapp 40 Prozent auf dem Blog aus. Auch damit bin ich wirklich zufrieden.

So, nach den Hausaufgaben aus dem vorigen Jahr nun die Fragen: was waren meine Highlights des Jahres?

Meine Highlights

Da ist natürlich der Besuch der Leipziger und der Frankfurter Buchmesse zu nennen. Tolle Begegnungen mit anderen Blogger*innen, Gespräche mit Verlagen, Lesungen, etc. Im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse hatte ich unter dem Titel #norwegenerlesen ein kleines Norwegen-Spezial gestartet und vermehrt Bücher aus dem Hohen Norden besprochen.

Im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse wird ja auch traditionell der Deutsche Buchpreis verliehen. Ich durfte als Bloggerpate ein Buch der Longlist näher vorstellen, nämlich Lola Randls Der große Garten. Was hat mich dieses Buch genervt. Dafür habe ich jede Menge anderer toller Bücher im Rahmen des Deutschen Buchpreises entdeckt. Unter dem Schlagwort #buchpreisbloggen finden sich diese hier auf dem Blog.

Etwas stolz bin ich auch auf meine prophetischen Fähigkeiten. So erwies sich mein Buchpreis-Lotto in diesem Jahr als ungewöhnlich treffsicher. Und auch den Sieg Sasa Stanisics und seine Reaktion auf den Gewinn habe ich komplett richtig vorhergesagt. Vielleicht sollte ich es doch noch einmal mit Glücksspiel probieren.

Gottschalk liest? und ein Eklat

Neben dem Deutschen Buchpreis durfte ich dieses Jahr auch wieder beim Bayerischen Buchpreis dabeisein. Jener Abend geriet heuer dank Eklat auf offener Bühne zu einem wirklich denkwürdigen Ereignis.

Im Februar war ich live vor Ort, als mit Gottschalk liest? die Pilotaufzeichnung der Literatursendung des BR aufgenommen wurde. Thomas Gottschalk wollte die Lust auf Literatur und Lesen wecken. Eine durchaus lobenswerte Idee mit äußerst kurzer Haltbarkeit. Die Sendung wurde inzwischen schon wieder eingestellt.

Ansonsten bin ich mit der Entwicklung, die der Blog nimmt, sehr zufrieden. Jedes Jahr steigen die Zugriffszahlen, die Literaturauswahl ist ebenso subjektiv wie bunt gemischt, und immer wieder ergeben sich schöne Kooperationen.

Die Liste meiner meistgeklickten Beiträge hat mich dieses Jahr überrascht. Die mit Abstand am besten laufenden Besprechung ist eigentlich ein Verriss, nämlich Daniel Masons Der Wintersoldat. Von Monat zu Monat wird diese Besprechung zu meiner Überraschung mehr gelesen. Ansonsten waren noch echte Tops meine Umfrage unter Literaturmenschen zum besten Buch des Jahres sowie mein Beitrag über die mögliche Zukunft des Lesens und von Bibliotheken.

Was nicht funktioniert hat

Was dagegen offensichtlich niemanden interessiert hat, das waren meine Besprechungen zu Zinzi Clemmons Was verloren geht, Whitney Scharers Die Zeit des Lichts und Burkhard Spinnens Rückwind (alle nicht einmal 30 mal aufgerufen). Generell funktionieren Besprechungen deutlich schlechter als alles andere auf dem Blog. Für mich natürlich kein Grund, damit nicht weiter zu machen.

Was ebenfalls kaum geht, ist das Kommentieren. Gesammelt auf dem Blog waren es nicht einmal drei Kommentare, die meine Beiträge hier hervorgerufen haben. Dennoch gibt es immer mal wieder schöne Rückmeldungen, die die Motivation dieses Literaturbloggers hochhalten.

Doch genug der Worte – jetzt gilt es. welche Bücher haben mich dieses Jahr begeistert? Welche werden auch künftige Regalrevisionen überstehen (es wäre ja utopisch zu glauben, alle 200 dieses Jahr gelesenen Bücher seien literarische Perlen gewesen)? Welche Bücher sind die besten des Jahres?

Meine besten zehn Bücher des Jahres

Wollte man alles auf eine Top 10 eindampfen, dann wären auf alle Fälle diese Bücher in meiner Liste vertreten:

Alle diese zehn Titel wurden auf dem Blog besprochen und finden sich unter folgenden Links: Obige Reihe: Emanuel Maeß Gelenke des Lichts (erschienen bei Wallstein). Valeria LuiselliArchiv der verlorenen Kinder (übersetzt von Brigitte Jakobeit, erschienen bei Kunstmann). Petina GappahAus der Dunkelheit strahlendes Licht (übersetzt von Anette Grube, erschienen bei S. Fischer). Ruth LillegravenSichel (übersetzt von Klaus Anders, erschienen bei Edition Rugerup). A. G. LombardoGraffiti Palast (übersetzt von Jan Schönherr, erschienen bei Kunstmann).

Untere Reihe. Nora BossongSchutzzone (erschienen bei Suhrkamp). Davide EniaSchiffbruch vor Lampedusa (übersetzt von Susanne Van Volxem und Olaf Matthias Roth, erschienen bei Wallstein). Ulrike DraesnerKanalschwimmer (erschienen bei mare). Norbert ScheuerWinterbienen (erschienen bei C.H. Beck). Jean-Baptiste del AmoTierreich (übersetzt von Karin Uttendörfer, erschienen bei Matthes&Seitz)


Das war mein Literaturblogjahr 2019. Was waren eure Bücher des Jahres? Welche Ereignisse haben euch begeistert oder verärgert (Handkedebatte etc.)? Ich bin auf eure Meinungen gespannt!

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I did it Norway – mein Messerückblick

Nun ist sie schon wieder vorbei, die Frankfurter Buchmesse 2019. Grund genug, etwas zurückzuschauen und meine drei Tage in den Messehallen Revue passieren zu lassen. Los gehts!

Donnerstag

Eine sehr entspannte Anreise mit der Deutschen Bahn, keine Zugausfälle, herbstliche Blättercollagen, die auf dem Weg nach Frankfurt an mir vorbeizogen. Da habe ich schon deutlich schwierigere Anreisen erlebt. Fix das AirBnB bezogen und schon war ich bereit für das Messegetümmel.

Termine standen am Donnerstag bei Schöffling und bei Suhrkamp an. Beim dortigen Bloggerempfang gab es neben persönlichen Buchempfehlungen auch das bald erscheinende Buch 2029. Darin machen sich renommierte deutschsprachige Autor*innen Gedanken über das Morgen, darunter Olga Grjasnowa, Vea Kaiser oder Dirk Kurbjuweit. Ein spannendes Buch, bei dem jedes Cover zudem ein Unikat ist.

Verlagsempfang (Symbolbild)

Nachher lud noch der Hanser-Verlag zum Bloggerempfang. Es bleibt wohl das Geheimnis des Verlags, warum zur Cocktail-Happyhour geladen wurde, wenn dann doch Sekt kredenzt wurde. Aber man möchte ja nicht undankbar sein – vor allem da in diesem Jahr auf eine irritierende Buchauswahl verzichtet wurde (man erinnere sich noch an das letztjährige Geschenk Schreiben für ewige Anfänger). Von daher – Merci für das schöne Alle Zeit der Welt von Thomas Girst.

Danach noch der Empfang der unabhängigen Verlage, bei dem in mir ein nostalgisches Gefühl aufkam. Magnum-Flaschen Sekt, Verleger, die in Zigarettenrauchschwanden verschwanden, müde Gestalten in Cordsakkos. So muss das auch früher gewesen sein. Noch ein kurzer Abstecher, zum beglückten Kampa-Stand (Chapeau für den Tokarczuk-Coup!) und dann erst einmal essen. Während die meisten anderen Blogger*innen dann auf den Hanser-Empfang weiterwanderten, kam ich leider nicht in den Genuss einer Einladung (->Wink mit dem Zaunpfahl, Herr Lendle!), weshalb ich schon etwas früher den Weg ins Gallusviertel antrat. War aber auch nicht schlimm, der nächste Tage hatte es schließlich auch in sich.

Freitag

Jan Valk und Dana von Suffrin bei der Buchvorstellung

Kann ein Tag besser starten als mit einem Bloggerfrühstück? Ich meine nein! Gut dass der Kiepenheuer&Witsch-Verlag ein solches Frühstück eingerichtet hatte. Die Münchner Debütantin Dana von Suffrin stellte in Begleitung ihres Lektors Jan Valk ihren Roman Otto vor. Ein Titel, der mich neugierig gemacht hat, beleuchtet er doch das schwierige Gefüge namens Familie. Etwas schade nur, dass ich aufgrund des nächstens Termins schon wieder vor der Lesungspassage den Weg richtung Messehallen antreten musste. Das ist aber auch jedes Mal ein Stress. Sorry Dana!

Ein ungewöhnlicher Anblick stellte sich dann beim Stand von Eichborn ein. Zusammen mit Fräulein Julia besuchte ich den Stand der Kölner, an dem uns Uwe alias Kaffeehaussitzer willkommen hieß. Ein Blogger auf der anderen Seite des Tischs – ungewohnt, aber Uwe füllt seine neue Rolle sehr gut aus. Besonders auf den Erstling Marianengraben von Jasmin Schreiber alias @LaVieVagabonde bin ich persönlich jetzt gespannt!

Viel Verschnaufzeit blieb für ihn allerdings nicht, denn um 12 Uhr stand die Verleihung des BublaAwards, also des Buchbloggerawards an. Die besten deutschsprachigen Blogs von Verlagen, von Bookstagrammern, von Blogger*innen und Co wurden von einer Jury gekürt und bekanntgegeben. In der Kategorie des Buchblog des Jahres konnte sich Nicole vom Blog Nacht&Tag durchsetzen – eine gute Wahl, die ich auch auf meinem Zettel hatte (große Empfehlung übrigens, wer die Seite noch nicht kennt!).

Gemeinsam für die Branche – Blogger*innenpower!

Danach ging es dann von der Agora direkt weiter zum Stand des Boersenvereins. Dort versammelten sich fast alle diesjährigen Buchpreisblogger*innen, die Titel von der Longlist des Deutschen Buchpreises besprochen hatten. Sogar Hotdogs und Getränke ließ der Boersenverein für unser Engagement springen. Da sage noch einer, Buchbloggen würde sich nicht rentieren.

Riechen, lesen, Kaffeslabberas

Nach einem weiteren Abstecher zur Suhrkamp ging es dann für mich weiter in den Norwegen-Pavillon. Das diesjährige Gastland hatte sich für den Auftritt etwas einfallen lassen. Sehr reduziert wurde der verspiegelte Pavillon von diversen Tischen dominiert. Auf diesen befanden sich so manches Mal Bücher zu bestimmten Themen, z.B. samischer Literatur, Krimis oder Kinderbücher. Aber auch die Interaktion wurde bedacht. So gab es unter anderem einen Tisch, auf dem sich 22 Dosen mit Gerüchen befanden. Man konnte diese dann den ausliegenden Bezeichnungen zuordnen.

So gab es unter anderem natürlich passend den Geruch eines Buches, aber auch den eines Altersheims mit geöffnetem Fenster, der ersten Liebe, eines Midsommars oder den Tod der eigenen Großmutter. Wer diesen Duft beim olfaktorischen Blind-Date erwischt hatte, bekam ihn wohl nicht so schnell mehr aus der Nase. Willkommener war mir da schon der Geruch des Kaffeslaberas, zu dem wir Blogger im Pavillon abseits vom sonstigen Trubel geladen waren.

Auf einen Kaffee mit norwegischen Autor*innen

Simon Stranger bei der Buchpräsentation

Sechs norwegische Autor*innen stellten sich und ihre Werke vor, darunter unter anderem Asne Seierstad, Alva Gehrmann (von deren Buch ich auch die Überschrift dieses Artikels entlehnt habe) und Simon Stranger. Letzterer holte die Veranstaltung etwas aus dem Nachmittagstief, indem er mit uns auf den Balkon des norwegischen Pavillons umzog. Dort erzählte er von seinem Buch Vergesst unsere Namen nicht, das so gar nicht zum sympatischen Sunnyboy-Auftritt des Norwegers passen wollte.

Danach noch ein Empfang bei Klett-Cotta (bei dem auch das obige Verlagsparty-Symbolbild entstand) und dann erst einmal Essen und Trinken. Vielen Dank an dieser Stelle an Isabella, die uns die Ebbelwoi- und Handkäse-Kulinarik Frankfurts nahebrachte. Dass die Eintracht an jenem Abend auch noch 3:0 gewann, führte in der Frankfurter Kneipe zu Gefühlsausbrüchen und Szenen, zu denen ich die Hessen davor gar nicht in der Lage glaubte.

Die Party der unabhängigen Verlage im Literaturhaus Frankfurt besuchte unsere Gruppe um Tobias, Isabella, Julia, Frank und Co dann auch noch, ehe ich gegen eins den Gang nach Gallus wagte.

Samstag

Der dritte und letzte Messetag begann abermals mit einem Frühstück. Diesmal allerdings außerhalb der Messe. Der Piper-Verlag hatte geladen. Jørn Lier Horst stellte seine Wisting-Reihe vor, was allerdings immer wieder durch das etwas undiplomatisch agierende Servicepersonal des Cafés sabotiert wurde. Schade drum, denn sowohl Autor als auch Bücher klangen sehr sympathisch.

Wie am Tag zuvor konnte ich allerdings nicht der ganzen Veranstaltung beiwohnen, denn auch mit dem S.Fischer-Verlag hatte ich einen Termin ausgemacht. So besuchte ich dann in den völlig überfüllten Messehallen Janina. Sie vermittelte mir Ausblicke auf das kommende Programm sowie ein Exemplar von Katerina Poladjans Hier sind Löwen. Merci auch dafür!

Menschenmassen auf der Agora

Generell war es am Samstag kein Spaß mehr, sich durch die Messehallen zu bewegen. Menschenmassen drängten an allen Ecken und Enden durch die Gänge. Einerseits natürlich schade, da es mir den Spaß am Stöbern und Schlendern nahm, andererseits natürlich auch wunderbar, dass die Messe solch einen Reiz auf Besucher*innen ausübt. Um das Ende des Buchs musste man sich zumindest in diesem Jahr Frankfurt keine größeren Sorgen machen.

Dann noch ein Besuch am dtv-Stand bei Thomas Zirnbauer, den ich wenig später in meinem Zug gen München wiedertreffen sollte. Und aus guter alter Verbundenheit durfte natürlich auch ein Besuch bei Susann bei Ullstein nicht fehlen. Nach diesen Meetings stand nur noch ein einziger Punkt auf meinem Zettel, nämlich ein Besuch bei Kein&Aber.

Kein & Aber ohne Wenn & Aber

Jener Stand überzeugte auch in diesem Jahr wieder durch Originalität. Ein großer Kubus wurde mit verschiedenen Animationen von verlagseigenen Büchern bespielt. Ein echter Hingucker, ohne Wenn und Aber.

Teatime mit Eli Shafak

Gestoppt wurden diese Animationen dann allerdings für eine Stunde, als Eli Shafak bzw. ihr Verlag zur Teatime lud. Die Autorin stellte ihr Buch Unerhörte Stimmen und sich selbst sehr unprätentiös dar. Mit gerade einmal sieben weiteren Blogger*innen stellte sich gleich ein sehr angenehmes Miteinander ein. Für mich ein besonderes Erlebnis, da ich ansonsten wohl kaum zu einem Buch dieser türkischen Schriftstellerin gegriffen hätte. Doch diese Vorstellung führte dazu, dass auch bald hier in der Buch-Haltung eine Besprechunge ihres neuen Romans online gehen wird. Denn was Eli Shafak zu sagen hatte, das klang wahr und richtig.

Nach diesem letzten Termin hieß es für mich dann allerdings auch schon wieder: ab zum Bahnhof. Nach einem klassischen Zugausfall wurde ich umgebucht und durfte dann zusammen mit Thomas und weiteren Buchmenschen die Reise gen Süden antreten. Gottseidank war ich ja gut mit Lesematerial ausgerüstet, sodass auch die 5,5 Stunden Reisedauer irgendwie erträglich wurden. Das ist ja das Schöne an der Buchmesse: an Lesestoff gebricht es nie!

So meine Eindrücke von drei unglaublich vollen, bereichernden, witzigen, literarischen und niemals langweiligen Tagen. So kann die nächste Messe sicher kommen. Danke an alle, denen ich begegnen durfte und die so für Literatur brennen!

Und hier noch ein paar weitere Schnappschüsse vom Messegeschehen:

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Die besten Bücher 2018

Rasend schnell ist das Jahr 2018 vergangen. Gefühlt hat man doch erst den Tannenbaum aus der Wohnung geworfen – und nun steht schon wieder ein neuer Baum im Zimmer. 12 Monate, die sich eher nach Wochen denn Monaten angefühlt haben. Zeit genug also, um Bilanz zu ziehen.

Was waren meine Bücher des Jahres? Welche Titel sind geblieben und konnten aus der Masse an Gelesenem (immerhin etwas mehr als 170 Bücher) herausragen? Im Folgenden habe ich meine besten Bücher des Jahres 2018 gekürt, aufgeteilt nach Kategorien. Viel Freude bei der Lektüre!

Roman des Jahres

Die Entscheidung für diese Kategorie war schon unmittelbar nach dem unmittelbaren Ende der Lektüre klar. Dieser Preis soll und muss an Steffen Mensching für sein Opus Magnum Schermanns Augen gehen. 12 Jahre Arbeit flossen in dieses Buch – und man merkt sie jedem Satz an.

In seinem Roman erzählt er die unglaubliche Lebensgeschichte des Rafael Schermann, der aus dem Schriftbild seiner Mitmenschen schier Unfassliches herauszulesen im Stande war. Dies brachte ihn in der Wiener und Berliner Gesellschaft ganz nach oben, ließ ihn dann aber auch ganz tief fallen. So begegnen wir als Leser Schermann in den 30er Jahren in einem Gulag am Rande der Welt, und zwar im tiefsten Sibirien. Dort wird er von der Lagerleitung und seinen Mitinsassen verhört. Langsam tritt so seine unglaubliche Lebensgeschichte zutage, bei der man nie weiß – ist Schermann nun ein Genie oder ein Schwindler? Welch ein Plot, welch eine Sprache, was für ein Lesegenuss. Der beste Roman des Jahres!

Memoir des Jahres

Diese Kategorie heimst die Britin Vera Brittain für sich ein. Dabei stammt ihr Buch Vermächtnis einer Jugend eigentlich aus dem Jahr 1933 – und ist dabei doch so hochaktuell und alles andere als verstaubt.

Bestechend klar und energisch erzählt sie von ihren Erlebnissen als Hilfskrankenschwester an den Fronten des Ersten Weltkriegs, ihren privaten Schicksalsschlägen und ihrem Werben für Frieden. Mit einer luziden Sicht auf die Dinge schildert sie die Gräuel, die jener Krieg den Menschen auf beiden Seiten der Schlachtenlinien brachte. Auch ihre persönlichen Schicksalschläge bringt sie ergreifend zu Papier, ohne in die Pathosfalle zu tappen. Eine großartige Wiederentdeckung, erschienen bei Matthes&Seitz und übersetzt von Ebba B. Drolshagen (sowie mit einem Nachwort versehen). Auch in Anbetracht der Tatsache, dass sich 2018 das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal jährte, dringend empfohlen!

Historischer Roman des Jahres

An dieser Stelle geht die Auszeichnung an den Mare-Verlag für das Verlegen von Ian McGuires Nordwasser (Übersetzung von Joachim Körber). Dieser Roman ruft ein schon lange vergangenes Kapitel wieder wach – und zwar das des Walfangs. Man glaubt kaum, dass solch wuchtig-antiquierte Literatur 2018 noch möglich ist – und doch ist sie es.

McGuire erzählt von einer Walfangexpedition, die völlig aus dem Ruder läuft und zu zahlreichen Toten führt. Ein starker Magen ist bei diesem Buch von Vorteil. Hier zeigt sich auch einmal mehr der Vorteil, dass die Lektüre eines Buch doch keine olfaktorische ist: düster, gewalttätig und höchst fesselnd. Kurzum: so wie ich mir einen guten historischen Roman wünsche.

Krimi des Jahres National

Da müssen sich in diesem Jahr zwei Krimis das Treppchen teilen, beide aus dem Hause Suhrkamp.

Da wäre zum Einen André Georgi mit Die letzte Terroristin, einem sprachlich ansprechenden Katz-und-Maus-Spiel rund um die letzte Generation RAF. Geschickt schildert er die Jagd des BKA auf die Überbleibsel jener Terrororganisation, die den Chef der Treuhand ins Visier genommen haben und aus dem Weg schaffen wollen. Und das in einem atemlosen und mitreißenden Stil, der nur so durch die Seiten fliegen lässt.

Nicht minder sprachlich bravourös und auf den Punkt ist Simone BuchholzMexikoring über Clankriminalität, Bremen, Hamburg und ihre Serienfigur, die Staatsanwältin Chastity Riley. Da fliegen die Dialoge wie Pistolenkugeln – bestes deutsches Krimikino, toll in Szene gesetzt. Glücklich ein Land, das solche Stimmen fernab des üblichen Fitzek/Tskokos/Gruber-Trashes hat, der zu meinem Unverständnis die Bestsellerlisten dominiert.

Insofern wirklich verdiente Erste Plätze, die hoffentlich auch beim bald vergebenen Deutschen Krimipreis Beachtung finden.

Krimi des Jahres International

Auch wenn das Buch im Krimi-Verlag Polar erscheint und so gelabelt ist –  Leonard Pitts jr. Buch Grant Park ist weniger ein Krimi denn ein komplexer Gesellschaftsroman, der seine beiden Brückenpfeiler in den Jahren 1968 und 2008 einschlägt.

1968 finden die Proteste der schwarzen Bevölkerung in Memphis ihren traurigen Höhepunkt, als Martin Luther King erschossen wird. 2008 steht mit Barack Obama der erste Schwarze kurz vor seinem Einzug ins Weiße Haus. Ein Umstand, den viele Weiße nicht verwinden können. Über diese beiden entscheidenden gesellschaftlichen Ereignisse erzählt Pitts jr. vom omnipräsenten Rassismus, der zum unüberwindbaren Hindernis der amerikanischen Gesellschaft geworden ist. Sehr reflektiert, ambivalent und (leider) immer zeitgemäßer. Übersetzt wurde das Buch von Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck.

Debüt des Jahres

Bei keinem Debüt in diesem Jahr habe ich einen solch gewagten Plot, eine derart passende Sprache und eine Neujustierung der eigenen Wahrnehmung erlebt wie bei Christian Torklers Roman Der Platz an der Sonne.

Er erzählt in seinem Buch eine alte Geschichte, die unsere heutigen Debatten um Flüchtlingsströme und Asyl neu sehen lässt. Bei ihm liegt nämlich Deutschland 1978 in Trümmern, ist in Kleinstaaten zerfallen und von Bürokratie zerfressen. Keine Hoffnung, nirgends. Doch Torklers Ich-Erzähler Josua Brenner beherzigt das alte Motto der Bremer Stadtmusikanten „Etwas besseres als den Tod finden wir überall“ und macht sich auf den Weg, aus Deutschland zu flüchten. Der Kontinent seiner Träume heißt Afrika – denn dort herrscht Wohlstand, die Länder prosperieren. Brenner sieht seine Chance gekommen. Und so tritt er eine waghalsige Flucht an, die Torkler mitreißend und nachdenklich machend schildert.

Aber auch ein andere Autor aus dem Klett-Cotta-Programm hätte diesen Titel verdient gehabt. Das muss man der Fairness halber anmerken – Kai Wieland heißt er und hat mit Amerika ein Buch geschrieben, das noch vieles erwarten lässt!

Sachbuch des Jahres

Ein provokanter Titel, eine provokante These – für die es von mir vollen Zuspruch gibt. Trennt euch heißt der Essay von Thomas Meyer und ist als Taschenbuch im Diogenes-Verlag erschienen.

Seine These: viele Paare sind in ihren Beziehungen unglücklich. Es passt nicht, man kann sich nicht enfalten – und dennoch hält man in den Beziehungen aus. Aber warum? Meyer plädiert für mehr Trennungen, die Potentiale in einem selbst wieder freisetzen. Warum sich selbst quälen? Denn das Leben ist kurz. Sehr kurz sogar.

Ein nachdenkenswerter Impuls, der viele Beziehungen um einen herum mit anderen Augen betrachten lässt.

Flop des Jahres

Eine Kategorie, bei der ich erfreulicherweise lange überlegen musste. Ein Buch, das schon während der Lektüre völlig an mir vorbeigerauscht ist und dessen Lob ich nicht im Geringsten nachvollziehen kann ist Als die Tauben verschwanden von Sofi Oksanen. Die Lektüre führte zu einem Artikel, in dem ich mich und meine Lesegewohnheiten hinterfragt habe. Insofern steckt in diesem Scheitern auch wieder etwas Produktives.

Andere Bücher wie etwa Jo Nesbos Neuinterpretation von Macbeth oder Gabriel Tallents Mein Ein und Alles bekamen allenorten viel Lob, bei mir konnte sich die Begeisterung nicht wirklich übertragen. Aber ansonsten blieben wirkliche Ärgernisse und Flops aus. Auch eine erfreuliche Erkenntnis, und das bei über 175 gelesenen Büchern im Jahr. Würde 2019 ähnlich erfolgreich, dann würde mich das freuen!



Bleibt noch die Frage nach den Vorsätzen für 2019: für den Blog ist mein Wunsch ein zweifacher: ich will mehr Frauen besprechen und diesen Platz geben. Das Buchbusiness ist ein männliches, in den meisten Chefetagen Männer, in den meisten Programmen Männer, dieser Blog wird von einem Mann gepflegt. Für die Sichtbarkeit will ich mich bemühen, mehr Frauen zu berücksichtigen und deren Bücher besprechen.

Ebenfalls berücksichtigen möchte ich mehr Indie-Verlage. Diese sollen auch mehr Platz bekommen, in Form von Interviews, Buchvorstellungen und Besprechungen. Ob mir das gelingt wird sich dann erst Ende 2019 zeigen. Doch so schnell wie auch dieses Jahr wieder vergehen wird, ist dies eh nur ein Katzensprung entfernt. Bis dahin einen guten Rutsch und frohes Lesen!

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