Die dunkelsten Gefilde

Wenn dieser Thriller eine Farbe wäre, dann wäre es wohl ein Schwarz in der dunkelsten Changierung, ähnlich dem, mit dem der Freund von Jens Hurtig malt. Hurtig selbst muss in einer grausamen Mordserie in Schweden ermitteln, die ihn an den Rand seiner Leistungsfähigkeit bringt.
Immer wieder begehen Teenager auf höchst grausame Weise Selbstmord.
Das verbindende Moment scheint der mysteriöse Künstler Hunger zu sein, dessen Kompositionen alle Teenager hörten, ehe sie sich umbrachten. Wer ist dieser Künstler und was verbindet die Jugendlichen miteinander?
Seine Suche führt Jens Hurtig in Abgründe der schwedischen Gesellschaft und bringt ihn in tödliche Gefahr
Härter, grausamer, brutaler
Was hier und auf dem Klappentext noch recht spannend klingen mag, ist in der Realität aber ebenso misslungen wie unnötig grausam. Ist man ja von Schreibern wie Sebastian Fitzek und Co. schon viel in der Kategorie Blutiger, Härter, Brutaler gewöhnt, doch hier scheint es, als wollten die beiden schwedischen Autoren bei diesem Wettbewerb auch noch einen der vorderen Plätze belegen. Da werden Schädel gespalten, die eigenen Körper blutig geritzt und Teenager verbrennen sich selber, dass man sich abwenden mag.
Dies kann ich nicht mehr ernst nehmen, wenn dann inmitten der detailliert geschilderten Suizide dann auch noch alle problembehafteten Protagonisten miteinander verknüpft sind und ihnen allen nur gemein zu sein scheint, möglichst viel Schmerz zu verbreiten oder zu ertragen.
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