Tag Archives: Verschwörung

Maxim Voland – Die Republik

Die alternative Geschichtsschreibung boomt. Losgetreten einst von Fiktionen wie etwa Philip K. Dicks Das Orakel vom Berge oder Robert HarrisVaterland, hat sich die alternative Geschichtsschreibung in den letzten Jahren zu einer häufig aufgegriffenen Erzählform entwickelt. Die Frage „Was wäre, wenn?“ bietet zweifelsohne aber auch viel Potential. Gerade die wechselvolle deutsche Historie bietet viele Möglichkeiten, sich über einen anderen Ausgang des Geschichtsverlaufs Gedanken zu machen.

Andreas Eschbach gelang mit seiner Überwachungs-Fiktion NSA 2018 ein großer Bestseller. Doch nicht nur das Dritte Reich ist ein viel verwendete Folie für alternative Geschichten. Auch die DDR ist ein Feld, das von Autor*innen gerne beacktert wird. So entwickelten Harald Martenstein und Tom Peuckert in Schwarzes Gold aus Warnemünde die Idee einer prosperierenden DDR, deren sagenhafter Reichtum und Wohlstand auf einem 1989 in der Ostsee entdeckten Erdölvorkommen beruht. Auch Simon Urban entwickelte in seiner Fiktion Plan D eine DDR, die über 1989 fortbesteht, und in der ein Verbrechen die Kader der darbenden DDR aufschreckt.

Ganz taufrisch ist die Idee Maxim Volands also nicht. Eine DDR voller Wohlstand und ein verarmter Berliner Stadtstaat bilden das Gefälle in seiner Fiktion. Die DDR umfasst bei ihm das Gebiet unserer heutigen DDR, misstrauisch von Amerikanern, Engländern und neidvoll von den West-Berlinern beäugt. Wohlstand, Technologie, Jobs – die DDR boomt und wird von den Genoss*innen an der Spitze des Staats und der Volkskammer eher wie ein Startup denn ein sozialistisches Land per 5-Jahresplan gemanagt.

Ein Giftgasanschlag in der DDR

In das Bild der erfolgreichen und beneideten DDR passt allerdings ein Giftgasanschlag denkbar schlecht. Dieser ereignet sich mitten im DDR-Gebiet in Berlin. Die Führung vertutscht den Anschlag und hinter den Kulissen versucht der Topspion Gustav Kuhn, die Hintergründe der Tat zu klären.

Maxim Voland - Die Republik (Cover)

Derweil reist der Übersetzer Christoph Jean Mueller aus Frankreich in die DDR ein. Zur Beerdigung eines Familienmitglieds wagt er sich auf das ihm unbekannte Staatsgebiet – und wird bald in eine turbulente Jagd verwickelt.

Der dritte Erzählstrang, der sich im Lauf des Romans langsam mit den beiden anderen verfugt, ist der der MI6-Agentin Harper Parker-Moreau, die in der DDR ebenfalls die Hintergründe des Giftgasanschlags recherchiert. Gehetzt und auf den Spuren einer groß angelegten Verschwörung kommen sich die drei Figuren immer näher, ehe sie sich – so will es Genre-Gesetz – für das Finale zusammentun müssen, um die Pläne der Schurken zu vereiteln.

Das geht nur unter einem hohen Bodycount, fast dauerglühenden Läufen von Scharfschützengewehren und einer großen Beschreibungsfreude Volands, was die Auswirkungen der Schießereien und Metzelorgien auf dem Staatsgebiet der DDR betrifft.

Die Späher lagen zerfetzt und in Stücke gerissen auf dem Dach. Keiner von ihnen hatte den Beschuss überstanden. Die leblosen Körper der Männer und Frauen dampften in der Winterkühle, Blut sickerte über den Boden; zerplatzte Gedärme lagen wie bizarre Girlanden zwischen den Toten.

Voland, Maxim: Die Republik, S. 314

Hier wären etwas weniger Plastizität und deskriptive Zurückhaltung durchaus mehr gewesen.

Nicht ausgeschöpftes Potenzial der Republik

Der Plot drängt vorwärts und zeigt einen routinierten Autoren, der die Erzählfäden sicher in der Hand hält und langsam zusammenführt. Das Tempo im Buch ist hoch, Die Republik treibt zusehends auf ihr großes Finale zu. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, als Thriller ist das gut gemacht. Allerdings hätte es dafür nicht unbedingt den vorher so umfangreichen Vorklapp gebraucht, der die alternative DDR und ihre Entstehung erklärt.

Hätte Voland hier die alte Branchenweisheit „Show, don’t tell“ mehr beachtet, hätte dies den ersten Seiten des Romans merklich gut getan, ehe es dann wirklich los geht. Statt in einem Vorklapp über die Genese seiner DDR und die weiteren Umständen zu dozieren und das Szenario des Buchs zu beschreiben, hätte er diesen theoretischen Überbau lieber erzählerisch in seinen Roman eingearbeitet. Denn die Idee erklärt sich eigentlich wie von selbst, da hätte es der Erklärungen nicht bedurft.

Fazit

Generell ist es auch dieser Überbau der DDR 2.0, aus dem Voland dann schlussendlich zu wenig macht. Zwar ist seine Ideenfülle durchaus bestrickend, im Lauf des Buchs verwandelt sich die verheißungsvolle Grundidee dann rasch in ein austauschbares James-Bond-Szenario. Seine moderne Überwachungs-DDR voller Technologie und Wohlstand wird aus einem genau modellierten Modell zusehends zu einer recht flachen Hintergrundkulisse. Wäre Voland hier eher bei der Idee der alternativen DDR und ihrer Bedeutung für unterschiedliche Individuen geblieben, hätte mich sein Buch mehr überzeugt. Anstatt jede Menge bleihaltigen Budenzauber abzufeuern und am Ende einen ziemlich schematischen Gut-Böse-Thriller zu erzählen, hätte dieses Buch durch das Interesse an seiner Grundprämisse mehr gewonnen. Als Unterhaltungsroman ist Die Republik alles andere als schlecht und weiß gut zu unterhalten. Figuren, Sprache und Rede sind zweckdienlich und passen sich gut in das passable Gesamtbild ein.

Dennoch wäre mit dieser Grundidee mehr drin gewesen. Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung der Geschichte Der Republik? Dann würde es mich freuen, wenn Voland die Versprechen einlöst, die er mit seiner Idee in diesem Roman gegeben hat.


  • Maxim Voland – Die Republik
  • ISBN: 978-3-492-07071-3 (Piper)
  • 528 Seiten. Preis: 22,00 €
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Andreas Pflüger – Niemals

Jenny Aaron ist zurück. Die blinde Verhörspezialistin erlebte in Endgültig einen Tag, den man seinem ärgsten Feind nicht wünscht und der den Begriff Tour de Force neu definierte. Nun schickt Andreas Pflüger seine unkonventionelle Heldin ein zweites Mal auf ein Himmelfahrtskommando, das es in sich hat. Denn die Ereignisse aus Endgültig wirken auch in diesem Mittelteil der als Trilogie ausgelegten Reihe weiter und stellen für Aaron eine große Bedrohung dar.

Gerade befindet sich die blinde Polizistin im Prozess der Rekonvaleszenz bei ihrem alten Freund Lissek in Schweden, als sie in Gestalt eines Anwalts erneut in einen Strudel aus Tod und Verderben gerissen wird. Dieser Anwalt überbringt Aaron nämlich eine Botschaft ihrer alten Nemesis, die schon in Berlin fast ihren Tod bedeutet hätte. In Marrakesch wartet in einer Bank auf Jenny das unvorstellbare Vermögen von 2 Milliarden Dollar – und dazu in einem Schließfach noch eine Botschaft. Doch da das Geld ja irgendwoher stammen muss, hat Jenny Aaron schon bald hartnäckige Verfolger auf den Fersen, die sie und ihren Unterstützer Pavlik durch ganz Marrakesch jagen. Welche Geheimnisse sind mit dem Vermögen verbunden – und wer will erneut Jennys Tod, jetzt da ihre eigentliche Nemesis doch tot ist?

Allein schon der beinharte Prolog ist besser als mancher James-Bond-Film der letzten Jahre. Pflüger weiß, wie man Action inszeniert und literarisch ansprechend verpackt. Das Setting, das Timing, die Worte – da stimmt einfach alles. Und so wie das Buch beginnt, geht es dann auch die nächsten 410 Seiten weiter. Pflüger baut einen wuchtigen Plot und entspricht der verwinkelten Handlung, indem er auch ganz unsymmetrisch Rückblenden einbaut, die die aktuellen Ereignisse langsam besser ausleuchten und Hintergründe erklären. Das ist bärenstark gemacht und immer genau richtig. Langsam enthüllt sich ein komplexes Geflecht aus Vergangenheit und Gegenwart, aus Beziehungen zwischen den Protagonisten – und Pflüger gelingt auch das Kunststück, alles höchst plausibel wirken zu lassen, von der großen Geheimdienstpolitik in Berlin bis in in die staubigen Gassen Marrakeschs. Und mittendrin eine Jenny Aaron, deren Wille und Mut einfach überwältigend ist. Pflüger schont seine Heldin nicht – als Leser dankt man es ihm.

Endlich einmal ein deutscher Autor, der vor internationalen Handlungsorten, vor großen Verschwörungen und glaubhaften zerrissenen Charakteren nicht zurückschreckt – und in allen Belangen brilliert. Die Orte, an denen Niemals spielt, sind liebevoll und bis ins kleinste Detail gezeichnet, seine Figuren bleiben im Gedächtnis haften. Und ich kenne keinen deutschsprachigen Autor, der so gelungen Actionszenen in Worte fassen kann. Pflügers Prosa spielt in einer ganz eigenen Liga, die man in der Gegenwart so nur von wenigen Autoren lesen kann. Seine Sprache ist bunt, gut gewählt und in den Kampfszenen schon von ganz eigener, lyrischer Qualität.

Dies macht aus Niemals einen ganz eigenen Lesegenuss, den man auf diesem Niveau sonst nicht findet.

Die Kritikpunkte sind wirklich marginal, da sie in diesem fantastisch geschriebenen Thriller weniger ins Gewicht fallen als ein falsch gesetzter Buchstabe. Der Kniff, dass sich eigentlich schon verstorbene Feinde aus dem Jenseits zu Wort melden und die Protagonisten einer Story wieder auf eine Schnitzeljagd schicken, halte ich immer für etwas aufgepropft (schon bei Sherlock fand ich diese Methode ermüdend). Hier funktioniert es aber trotzdem gut, da Pflüger nicht nur auf Aarons alte Nemesis setzt, sondern auch weitere Faktoren und Erzählstränge ins Gefüge einbaut, die bald die Stimme der Vergangenheit etwas in den Hintergrund drängen. Zudem fand ich die Inszenierung in Endgültig eine Nuance besser, da konziser (ein Handlungstag, in dem alles spielt, ist einfach bestechend). Hier zerfasert das Ganze manchmal ganz leicht, wenngleich auf Champions-League-Niveau, das muss man der Fairness halber auch festhalten.

Von diesen kleinen Kritikpunkten abgesehen ist Andreas Pflügers Niemals einmal mehr ein Thriller, seine amerikanischen und sonstigen Thrillerkollegen weit hinter sich lässt und zeigt, was in einem modernen Spitzenthriller alles möglich ist. Ein vielschichtiges, sprachliches und inhaltlich überzeugendes Buch, das erneut an die Spitze der (Krimi)Bestsellerlisten gehört. Ich warte auf Jenny Aaron Nummer 3!

 

Oder um es im Stil von Andreas Pflügers Heldin Jenny Aaron auszudrücken:

Zehn Dinge, die Marius Müller an Niemals gefallen

  • das Setting in Marrakesch
  • die Bauart des Romans
  • die Sprache Andreas Pflügers
  • die gut choreografierte Action
  • die Aufmachung des Buchs
  • der Showdown des Romans
  • Pavlik, Demirici, Reimer und Co
  • die Mühelosigkeit wie große Politik hier einfließt
  • die Inszenierungsideen
  • Jenny Aaron

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Zoe Beck – Schwarzblende

London, 2013: Auf offener Straße wird der Soldat Lee Rigby von zwei Tätern mit einer Machete angegriffen und getötet. In die Handykameras der umstehenden Menschen sprechen sie ihre Bekenntnisse (für Syrien, für den Islamischen Staat). Ein Verbrechen, das die Öffentlichkeit schockte und das Thema des Islamischen Staats ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rief.

9783453410435_CoverZoe Beck hat diese Ereignisse nun als Ausgangspunkt für ihren Kriminalroman Schwarzblende gewählt. Mit leicht veränderten Namen erzählt sie vom Kameramann Niall, der zum unfreiwilligen Zeugen der Terrorattacke wird. Berufsbedingt hält er seine Handykamera auf den beiden Angreifer, als er diese zufällig mit Macheten durch London wandern sieht. Doch damit gerät er in einen unaufhaltsamen Strudel. Nachdem er von der Polizei inhaftiert wurde, beschließt er eine Dokumentation über die beiden Attentäter, ihre Motive und den Islamischen Staat zu drehen. Doch mit seinen Plänen bringt er sich in große Gefahr und sieht sich in ein gefährliches Gespinst aus Bildern, Lügen und Propaganda verstrickt. Denn es sind nicht nur unbedingt Menschen im fernen Syrien und Co., die in Schwarzblende die Strippen ziehen. Continue reading

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Martin Suter – Montecristo

Too big to fail

Mit bewundernswerter Regelmäßigkeit veröffentlicht Martin Suter von Jahr zu Jahr einen Roman. Nach seinem letzten Standalone „Die Zeit, die Zeit“ widmete er sich der Reihe um den verarmten Adeligen Allmen, ehe es nun 2015 wieder so weit ist und ein neuer Titel erscheint. „Montecristo“ heißt das Werk und erzählt vom gescheiterten Filmschaffenden Jonas Brand. Diesen treibt immer noch sein titelgebendes Filmprojekt um, das Dumas epischen Racheroman „Der Graf von Montecristo“ in die Jetztzeit transportieren sollte.

Zwei Geldscheine und ein Toter

Doch kein Filmförderer interessiert sich für Brands Ideen und so muss er sich als Videojournalist für ein Klatschmagazin verdingen, ein Job der ihm eigentlich zuwider ist. Doch da ihm dieser Job sein täglich Brot sichert und Brand über einen gewissen passiven Charakter verfügt hat er im Grund die großen Hoffnungen auf eine Filmkarriere begraben. Doch inmitten seines arrivierten Lebens fallen ihm zwei Ereignisse vor die Füße, die angetan sind, sein Leben komplett umzukrempeln.

Im abendlichen Pendelverkehr im ICE kommt es zu einem Personenschaden, offensichtlich ein Suizid. Als Reporter geschult begreift Brand seine Chance, aus dem Ereignis eine große Reportage zu stricken. Darüber hinaus findet Brand bei sich zu Hause zwei Frankenscheine mit identischen Seriennummern. Ein unmögliches Ereignis, das den Personenschaden im ICE in anderem Licht erscheinen lässt, als beide Spuren ins Bankermilieu führen.

Das mörderische Treiben der Banken

Prophetischer könnte Suters „Montecristo“ nicht sein. Just kurz nach der Abkopplung des Schweizer Frankens vom Euro und in den Nachwehen der Bankenkrise schickt der Schweizer Starautor seinen eigentlich gescheiterten Journalisten auf eine Entdeckertour in die Welt der Hochfinanz, bei der er sich im Dschungel von Derivaten, Notendrucken und der ganz großen Politik behaupten muss. Suter hat sich gut in sein Sujet eingearbeitet und präsentiert ein Buch, das trotz aller Fakten und manchmal schwierigen Fachtermini niemals schwer daherkommt.

Die Spur des Geldes

„Montecristo“ ist ein Banken- und Verschwörungsroman, ein elegant geschriebener Thriller, der in die Welt der Hochfinanz entführt. Suter zeichnet ein genaues Bild einer Finanzwelt, die too big to fail ist und daher auch alles aufbieten muss, um den zu investigativen Reporter Jonas Brand zu stoppen. So ist „Montecristo“ trotz aller Unterhaltung auch ein nachdenkliches und kritisches Buch, das zeigt, welche enorme Rolle das Geld als Schmiermittel der Gesellschaft spielt und zu welchen Schritten dies führen kann, wenn bestimmte Aktionen aus dem Ruder laufen. Insgesamt ein höchst lesenswertes und aktuelles Buch – wie eigentlich immer bei Martin Suter -, das zu den Highlights in diesem Frühjahr zählt!

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Arne Dahl – Hass

Finale furioso

Nun ist Arne Dahl also nach dem Ende seiner A-Gruppe auch beim Ende des OPCOP-Quartetts angelangt und bereitet seiner europäischen Supergroup ein Finale – und was für eines: Nach „Gier“, „Zorn“, „Neid“ kommt nun „Hass“, ein Band der die Erzählstränge aus den drei Vorgängerbänden zusammenführt und die Dichte des Plots der wahrlich nicht einfach gestrickten Vorgänger noch einmal toppt. Am Ende des Buchs ist ein Dramatis personae aufgeführt, und gerade wenn man mit diesem Thriller in den Dahl’schen Kosmos einsteigen will, empfiehlt sich die Lektüre dieses Personenverzeichnisses wirklich.

Von Kalabrien bis China

Dahl schickt die OPCOP-Truppe unter der Leitung von Paul Hjelm um den ganzen Globus, um es mit dem internationalen Verbrechen aufzunehmen. Ohne zu viel vom fintenreichen Plot verraten zu wollen. Seine multinationale Gruppe muss sich in Pärchen aufgesplittet unter anderem mit der ‚Ndrangheta in Kalabrien, Chinesischen Forschern in Shanghai und Aufständen in Spanien befassen. Denn es scheint, als seien die Geschehnisse, die in den drei Vorgängerbänden geschahen, nur das Präludium für ein weitaus größeres Verbrechen. Und so haben auch die Charaktere aus diesen Büchern wieder Auftritte genauso wie das gefürchtete Sicherheitsunternehmen Asterion, dessen Rolle sich durch die ganzen Bände wie ein roter Faden zieht.

Arne Dahl - Hass (Cover)

Dahl schickt die OPCOP-Truppe unter der Leitung von Paul Hjelm um den ganzen Globus, um es mit dem internationalen Verbrechen aufzunehmen. Ohne zu viel vom fintenreichen Plot verraten zu wollen. Seine multinationale Gruppe muss sich in Pärchen aufgesplittet unter anderem mit der ‚Ndrangheta in Kalabrien, Chinesischen Forschern in Shanghai und Aufständen in Spanien befassen. Denn es scheint, als seien die Geschehnisse, die in den drei Vorgängerbänden geschahen, nur das Präludium für ein weitaus größeres Verbrechen. Und so haben auch die Charaktere aus diesen Büchern wieder Auftritte genauso wie das gefürchtete Sicherheitsunternehmen Asterion, dessen Rolle sich durch die ganzen Bände wie ein roter Faden zieht.

Für den optimalen Genuss von „Hass“ empfiehlt es sich meiner Meinung nach, die drei Vorgängerbände zu kennen. Zwar erklärt Dahl in Rückblenden immer wieder essenzielle Geschehnisse, besser für das Verständnis des komplexen Plots ist es allerdings, die Bücher selber gelesen zu haben (und außerdem sind diese ja auch wirklich starke Krimilektüre, die man sich nicht entgehen lassen sollte). Ein packendes Finale furioso und der Schlusspunkt eines Krimiquartetts, das seinesgleichen sucht!

Zur Übersicht für alle Interessierten hier noch einmal die Reihenfolge des OPCOP-Quartetts:

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