Jakob Wassermann – Caspar Hauser

Ein furioses Fest der Sprache und die Studie eines jungen Mannes, dessen Vita noch heute Rätsel aufgibt. Jakob Wassermann wendet sich in seinem 1908 erschienenen Roman auf herausragende Art und Weise dem Schicksal Caspar Hausers zu und erzählt weit über den historischen Rahmen hinaus eine Geschichte von Identitätsfragen und Erwartungen.


Es war im Jahr 1828, da ein junger Mann in Nürnberg auftauchte, dessen Schicksal sich schon bald zu einer cause cé­lè­bre auswachsen sollte und dessen Name bis heute mythenumrankt ist. Kaspar Hauser war der Name jenes Kindes, der sich schnell zum Stadtgespräch in der fränkischen Stadt entwickeln sollte. Jakob Wassermann bannt diesen Vorgang in eine unvergleichliche Prosa, die seinen 400 Seiten starken Roman wie folgt eröffnet:

In den ersten Sommertagen des Jahres 1828 liefen in Nürnberg sonderbare Gerüchte über einen Menschen, der im Vestnerturm auf der Burg in Gewahrsam gehalten wurde und der sowohl der Behörde wie den ihn beobachtenden Privatpersonen täglich mehr zu staunen gab.
Es war ein Jüngling von ungefähr siebzehn Jahren. Niemand wusste, woher er kam. Er selbst vermochte keine Auskunft darüber zu erteilen, denn er war der Sprache nicht mächtiger als ein zweijähriges Kind; nur wenige Worte konnte er deutlich aussprechen, und diese wiederholte er immer wieder mit lallender Zunge, bald klagend, bald freudig, als wenn kein Sinn dahintersteckte und sie nur unverstandene Zeichen seiner Angst oder seiner Lust wären. Auch sein Gang glich dem eines Kindes, das gerade die ersten Schritte erlernt hat: nicht mit der Ferse berührte er zuerst den Boden, sondern trat schwerfällig und vorsichtig mit dem ganzen Fuße auf.

Jakob Wassermann – Caspar Hauser, S. 9

Wie aus dem Nichts erscheint der Junge, aufgrund dessen Entwicklungsstand hinter seinem offensichtlichen Alter zurückgeblieben ist. Da er sich nicht nennenswert mitteilen kann, schießen die Spekulationen um das Nürnberger Findelkind schon bald ins Kraut. Woher kommt der Junge, ist er möglicherweise sogar adeliger Abstammung, dessen Existenz verheimlich werden sollte?

Ein Junge ohne Identität

Jakob Wassermann - Caspar Hauser (Cover)

Ein boulevardesker Erregungsschauer erfüllt die halbe Stadt. Dieser eignet sich als literarisches Ausgangsmaterial wunderbar für Jakob Wassermanns Roman, der sich an den verbürgten historischen Tatsachen rund um das Auftauchen des identitätslosen Jungen im Jahr 1828 orientiert.

In eine überaus reiche, historisierende Sprache gekleidet erzählt Wassermann von der Aufregung, die von Nürnberg bis ins benachbarte Ansbach reicht, ausgelöst durch die bloße Existenz Kaspar Hausers. Der Nürnberger Bürgermeister, das Appellgericht, Lehrer, Polizei und Professoren, sie alle sehen in ihm ein Faszinosum, das wahlweise befragt, studiert oder gebildet werden soll.

Und doch schien ein Licht wie aus weit entfernter Vergangenheit den Geist des Jünglings viel rascher zu beflügeln, als selbst der hoffnungsselige Daumer zu erwarten gewagt hatte. Es war erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit und Kraft er einmal Gesagtes festhielt und wie er aus dem Chaos unlebendiger Laute das für ihn Lebendige und Bedeutungsvolle bildvoll herauszauberte, so daß es Daumer zumute war, als hebe er bloß Schleier von den Augen seines Schützlings, als spiele er die Rolle des Lauschers bei den langsam hervorquellenden Erinnerungen. Er hielt den Körper, in den der Geist des Knaben zurückkehrte in den Bezirk, von wo er kam, und eine Kunde brachte, dergleichen kein Ohr je vernommen.

Jakob Wassermann – Caspar Hauser

Die Einwirkung unterschiedlichster Kräfte

Kaspar Hauser, gemalt von Johann Georg Laminit (1775–1848)

Wie ein moderner Pygmalion oder auch Frankensteins Kreatur wirkt der Junge oftmals, den die oberen Teile der Stadtgesellschaft und weniger als menschliches Individuum denn als formbares Material begreifen. Der Zeit in einer Zelle in der Nürnberger Kaiserburg folgen weitere Stationen in den Häusern der Nürnberger Patrizier bis hin zu einem Aufenthalt in Ansbach, wo Hauser nach einem Mordanschlag in Sicherheit gebracht werden soll.

Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens operiert nämlich auch mit einem gewissen Suspense-Anteil, welcher sich ja auch durch den rätselhaften Tod begründet. Nachdem der Junge in Nürnberg bereits von einem unbekannten Attentäter verletzt wurde, ist es eine Stichverletzung im Ansbacher Hofgarten, beigebracht möglicherweise durch einen Fremden, an der Hauser fünf Jahre nach seinem Auftauchen in Nürnberg stirbt. Dies ergibt natürlich einen fruchtbarer Boden für Spekulationen ist. Wer wollte den Tod des Jungen, wer trachtete ihm nach dem Leben und wie glaubwürdig ist dieser Kaspar Hauser überhaupt?

Aus diesen Fragen zieht Jakob Wassermanns Roman seine Spannung, der seinen Caspar Hauser immer wieder in Kontakt mit verschiedenen Menschen bringt. Ein reicher Lord, der als Gönner auftritt, eine Dame, deren Begehren durch die bloße Anwesenheit Hausers in ihrem Haus geweckt wird oder Mitschüler, die Hauser begaffen und piesacken, als dieser in die Schule geschickt wird. Immer wieder wirken unterschiedlichste Kräfte auf den jungen Menschen ein, die allesamt etwas anderes in ihm sehen. Doch was Kaspar Hauser selbst ausmacht, wie sich eine Identität langsam herausbildet, während sein Umfeld Erwartungen und Wünsche auf Kaspar Hauser projiziert, das verleiht Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens eine zeitlose Kraft.

Jakob Wassermann, ein vergessener Autor

Der 1873 im fränkischen Fürth geborene und heute etwas in Vergessenheit geratene Wassermann greift in seinem historischen Roman in die Vollen. Eine großes Figurentableau ergänzt er um Spannungselemente und reichert das alles mit einer altertümlich-gehobenen Sprache an, die in Sachen sprachlichen Schöpferkraft einem Thomas Manns in nichts nachsteht (der ebenso wie seine Kinder Klaus und Golo von Wassermanns Werk sehr begeistert war, wie der Germanist Gunnar Och in seinem Nachwort schreibt).

Es ist schade, dass Jakob Wassermann heute so vergessen ist, denn auch fast hundertzwanzig Jahre seit Erscheinen hat das Buch weder in sprachlicher noch inhaltlicher Hinsicht an Qualität eingebüßt. Vielschichtig zeigt Wassermann die Beladung eines Identitätslosen durch sein Umfeld und zeichnet die Lebensspanne seit seinem Auftauchen in Nürnberg bis zu seinem Tod in Ansbach mit ebenso großer Akribie wie auch Fabulierlust nach.

Durch die Neuauflage des Buchs in der Edition Moderne fränkische Klassiker durch den unabhängigen Ars Vivendi-Verlag aus Cadolzburg vor zehn Jahren ist ein Autor wiederzuentdecken, der mit seinen Werken wie Die Juden von Zirndorf oder Der Fall Maurizius zu den meistgelesenen Autoren der Weimarer Republik zählte und dessen Werke 1933 aufgrund seiner jüdischen Herkunft im Rahmen der Bücherverbrennung auf den Scheiterhaufen der Nazis landeten, ehe er selbst ein Jahr später völlig verarmt in Altaussee in der Steiermark verstarb.

Fazit

Die Zeitlosigkeit von Wassermanns Erzählens, die süffige Mischung aus historischem Roman, Spekulation und Bildungsroman, die Pflege und Dekonstruktion des Mythos des Kaspar Hausers, dazu noch die sprachliche Wucht, das alles macht Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens zu einem Ereignis, das man sich weder als historisch Interessierter, als Franke noch als Literaturinteressierter entgehen lassen sollte. Es lohnt sich, Wassermann wiederzuentdecken!


  • Jakob Wassermann – Caspar Hauser
  • ISBN 978-3-86913-700-1 (Ars Vivendi)
  • 402 Seiten. Preis: 22,00 €

Diego Muzzio – Goliaths Auge

Einen Schauerroman alter Schule bietet der Argentinier Diego Muzzio in seinem Roman Goliaths Auge auf. Darin erzählt er vom Wahnsinn und seinen Facetten, die sich nicht nur in einer Edinburgher psychiatrischen Anstalt, sondern auch in einem Leuchtturm vor der argentinischen Küste zeigen.


Dass Diego Muzzios Werk auch eine Verbeugung vor den Werken Robert Louis Stevensons ist, das lässt sich schon feststellen, bevor die Handlung von Goliaths Auge wirklich begonnen hat. Denn gleich zwei Zitate aus Stevensons Klassiker Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde sind dem Buch vorangestellt.

Nicht nur, dass die Zitate aus dem Buch auf die Handlung einstimmen, auch ist die Schauergeschichte vom hoch angesehenen Doktor Jekyll und seiner zweiten Persönlichkeit, dem unberechenbaren Mr. Hyde das Lieblingsbuch des Psychiaters Dr. Pierce, der in einer Art Luxussanatorium für die Oberschicht an der Heilung besonderer Formen von Psychosen und Ähnlichem arbeitet. Er ist eine der beiden zentralen Figuren, um die Muzzios Roman kreist, die schon bald Besuch bekommt.

Dr. Pierce und Mr. Bradley

Es ist ein Ingenieur, der Dr. Pierce aufsucht, um ihm den Fall eines anderen Ingenieurs zu schildern, bei dem sich der Herr Unterstützung erhofft. Sein Name ist David Alan Stevenson, was natürlich gleich Assoziationen beim Psychiater weckt.

„Das ist kein Zufall, Doktor“. Die Stimme des Ingenieurs war tief und kräftig, sodass er sich angewöhnt hatte, beinahe zu flüstern, um ihre ungewollte Wucht zu dämpfen. „Robert war mein Vetter, auch wenn ich ihn kaum gekannt habe: Er war häufig krank und starb im Südpazifik bei den Wilden. Ich glaube fast, dass der Tod manchmal eine Erlösung ist.“
Pierce erklärte, dass Der merkwürdige Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde eines seiner Lieblingsbücher sei. Zwar vergeude er normalerweise seine Zeit nicht mit Romanen, fügte er hinzu, aber für diesen hege er eine besondere Schwäche, weil er ein psychiatrisches Thema behandele: die Störung oder Spaltung der Persönlichkeit. Stevenson bemerkte nichts dazu.

Diego Muzzio – Goliaths Auge, S. 14

Das Thema der Persönlichkeitsstörung wird besonders deutlich, da Stevenson einen zweiten, deutlich jüngeren Ingenieur mit nach Edinburgh gebracht hat. Dieser arbeitete wie Stevenson selbst für das schottische Northern Lighthouse Board, ein Komitee, das der Pflege der schottischen und der Isle of Man befindlichen Leuchttürme diene.

Im Auftrag der argentinischen Regierung sollte das Board auch Leuchttürme vor der Küste Patagoniens und Feuerlands warten, wofür man den jungen Ingenieur David Bradley entsandte, der sich um einen Leuchtturm namens Goliaths Auge kümmern sollte.

Der Wahn des Leuchtturmwärters

Diego Muzzio - Goliaths Auge (Cover)

Doch irgendwas scheint bei diesem Einsatz katastrophal schiefgelaufen zu sein, denn Bradley wurde von der Mannschaft eines Bootes dem Wahnsinn nahe aufgegriffen und leidet seitdem unter einer völligen Verformung seiner Persönlichkeit. Katatonisch sind es nur noch Schwimmbewegungen, die der junge Mann ausführt, weshalb sich Stevenson von der Behandlung durch Dr. Pierce eine Linderung des Leids seines Kollegen erhofft.

Besonders interessant wird der Fall, da Bradley während seiner Zeit auf Goliaths Auge Tagebuch geführt hat, in das sich Dr. Pierce versenkt, um den Traumata und seelischen Verwundungen seines Patienten auf den Grund zu gehen. Doch schnell zeigt sich, dass Dr. Jekyll und Mr. Hyde vielleicht nicht nur in der Seele Bradleys wohnen…

Goliaths Auge ist ein Schauerroman, der fast als viktorianisch durchgehen könnte. Psychologie und die widerstreitenden Schulen in der Zeit nach Freud, das Eintauchen in die Erlebniswelt des Leuchtturmwärters und seiner erschreckenden Erlebnisse, dazu die psychischen Wunden des Ersten Weltkriegs, die sich in Edinburgh wie auch auf der anderen Seite der Weltkugel in den Figuren manifestieren, die Muzzio in den Mittelpunkt seines Romans gesetzt hat.

Bisweilen liest sich Goliaths Auge, als träfe Robert Louis Stevenson, auf Emma Stonex‘ Die Leuchtturmwärter, als träfe der Grusel eines frühen Carlos Ruiz Zafon auf den von Zafons katalanischen Landsmann Albert Sánchez Piñol und dessen Werk Pandora im Kongo – und das alles im Spannungsfeld der erstarkenden Psychoanalyse.

Zudem hat Muzzio auch seine englischen Klassiker sehr parat. Denn nicht nur, dass Robert Louis Stevensons Schreiben eine wichtige Rolle spielt, auch taucht ein schwarzer Albatros auf der abgelegenen Insel auf, der immer wieder den Leuchtturm und den Geist Bradleys umflattert.
Das weckt natürlich starke Assoziationen zum Gedicht The Rime of the Ancient Mariner von Samuel Taylor Coleridge, das Erika Fuchs für das Lustige Taschenbuch 1966 wie folgt ins Deutsche übertrug: „Weh mir Frevler, dass ich schoss, den Todesvogel Albatros“.

Und welches Büchlein findet sich dann auch tatsächlich im Leuchtturm wieder? Tatsächlich ist es ein Gedichtband mit Werken von Coleridge, zu dessen Lebzeiten Anfang des 19. Jahrhunderts eine Welle der gotischen Schauerliteratur übers Land schwappte…

Fazit

Es ist eine sehr anregende Mischung, die vor allem durch die zwei unterschiedlichen Erzählwelten des um die Anerkennung der Fachwelt ringenden Psychiaters in Edinburgh und das Tagebuch des Leuchtturmwärters mit seinem erstarkenden Wahn und der Verschiebung der Realität – schwarzer Albatros inklusive – die miteinander in Wechselbeziehung treten.

Zudem ist Muzzios Roman sehr konzentriert, bietet auf gerade einmal gut 200, von Kirsten Brandt aus dem argentinischen Spanisch übertragenen Seiten Grusel alter Schule, der sich gängigen Erzählmoden und Schreibtrends widersetzt (was bereits auf dem Cover gestalterisch schon wunderbar aufgegriffen wird).
Goliaths Auge ist ein Spiel mit Wahn und Wahnsinn – und eine Hommage an das Erzählen eines Robert Louis Stevenson, die wirklich gut funktioniert.


  • Diego Muzzio – Goliaths Auge
  • Aus dem Spanischen von Kirsten Brandt
  • ISBN 978-3-86648-758-1 (Mareverlag)
  • 205 Seiten. Preis: 22,00 €

Şeyda Kurt – Zeit der Monster

Gibt es eine Verbindung zwischen Köln und Assyrien? Şeyda Kurt geht dem in ihrem Debütroman Zeit der Monster nach und erzählt von einer Endzeit-Prophezeiung, einem Silberbecher mit rätselhafter Gravur und einem der Sumpf geheißene Viertel im Schatten eins Chemiebergs, das an Erinnerungen an Köln-Kalk weckt. Daraus wird eine Lektüre, die nicht nur dezent überfordert.


Es sind viele kulturelle Felder, auf denen sich Şeyda Kurt umtut. Sie veröffentlichte einen Podcast, der sich mit den Nachwirkungen des Attentats von Hanau beschäftigte, legte Essays zu den Themen Hass und der politischen Dimension von Zärtlichkeit vor, arbeitete für das Goethe-Institut und das Literarische Colloquium in Berlin und schrieb Theatertexte.

Nun gesellt sich das Tätigkeitsfeld des Romanverfassens zum vielfältigen Portfolio der 1992 geborenen Kurt. Denn Zeit der Monster ist das erzählerische Erstlingswerk, mit dem sie im Münchner Hanser-Verlag debütiert.
Das Buch besticht durch seine Unkonventionalität, denn eine klare Einordnung des Gelesenen fällt nicht leicht.

Hinein ins Veedel

Schauplatz des Romans ist ein Viertel einer nicht näher benannten Stadt, bei der sich doch die Anzeichen mehren, dass es sich um Kurts Geburtsort Köln handeln könnte, vielleicht sogar ihr Heimatviertel (beziehungsweise, so wie es auch im Buch heißt: Veedel) Köln-Kalk.
Sowohl in Kurts literarischer Fiktion als auch in der Realität gibt es dort eine Sieverstraße. Immer wieder blitzt der Kölsche Dialekt nicht nur in Sachen Viertelbezeichnung, sondern auch etwa in zitierten Kölsch-Songs oder Ausrufen auf. Auch wird im Viertel traditionell ein Nubbel verbrannt, wie es bis heute dort am Aschermittwoch Tradition ist.

Wie unser Viertel heißt? Das spielt keine Rolle. Wir nennen es: Sumpf. Unser Glück ist, dass Sümpfe mit hohem Torfgehalt konservierende Eigenschaften haben. Ein sauerstoffarmes und nasses Milieu verhindert die Zersetzung durch Bakterien und verlangsamt den Abbau organischer Materialien. So kann es geschehen, dass man in unserem Viertel noch nach Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden Dinge findet: Geschenke, Erinnerungen und Abfall, Träume und Namen.

Şeyda Kurt – Zeit der Monster, S. 40

Dort im Sumpf treffen bei Kurt höchst unterschiedliche Figuren aufeinander, die allesamt mehr oder minder im Bann einer apokalyptischen Endzeit-Prophezeiung stehen, die es sogar in die Tagesschau geschafft hat.

Leben im Angesicht des Endes

Seyda Kurt - Zeit der Monster (Cover)

Ihren Ausgang auf der Social Media-Plattform TikTok nehmend hat die Prophezeiung über das bevorstehende Ende der Welt und eine anstehende Katastrophe für viel Aufmerksamkeit und Beunruhigung gesorgt, mit der Kurts Figuren ganz unterschiedlich umgehen.

Sanya durchstreift das Viertel und arbeitet in der Kneipe Roter Löwe, ihr Gast ist Köbes, der sich zwar regelmäßig dem Alkohol hingibt, den aber als „Bürgermeister“ des Veedels auch die Sorge um seine Mitmenschen umtreibt. Khady schuftet im Fitnessstudio Muskelpalast McBurn, die „Brigade Karl Küpper“ marschiert in ihren roten Kampfanzügen durch das Viertel und Pfarrer Angelo, der Priester der Kirche St. Joseph, hat es täglich mit vielen Geflüchteten in seinem Haus zu tun und hadert regelmäßig mit Gott.

Sie alle beobachtet Şeyda Kurt und beschreibt, wie die Endzeitstimmung, die nebelgleich über dem Viertel liegt, sich ganz unterschiedlich auf die Figuren auswirkt. Es kommt zu Mord, zu Bränden, zum Auftauchen neuer Figuren dort im Sumpf – der auch selbst immer wieder Dinge preisgibt.

Unvorhersehbar und undurchdringlich wie der Sumpf

Dabei ist Zeit der Monster selbst so unergründlich und unvorhersehbar, wie der Sumpf selbst. Schon der Stil des Texts ist von einer großen Heterogenität geprägt. Immer wieder wechselt Kurt die Perspektive, streut geschichtliche Exkurse, Songzitate, Betrachtungen über die seltsamen Blüten der Gegenwart, politische Diskussionsthemen wie das Verhältnis des Westens zu Ländern des Nahen Ostens ein, schiebt scheinbar Willkürliches wie eine plötzlich auftauchende Fernsehdokumentation über Ziegen ins Bild oder flicht Verse in freier Form in den Text, die diesen dann weiterführen.

Dazu gibt es Figuren, die allesamt rätselhaft bleiben und deren Funktionsweise sich nicht immer schlüssig erklärt. Manchmal kippt das Ganze gar ins Parodistische, etwa wenn die Kanzlerin auftritt, die mit Perlenkette und strengem blonden Pferdeschwanz absurde Reden schwingt. Auch taucht plötzlich ein Journalisten im Text auf, der auf den Namen „Maurice von Schusslar“ hört, in dem man ohne viel Mühe den früheren Reporter und heutigen Förster Moritz von Uslar erkennen soll.

Dazu gibt es Figuren wie drei „Boys“ mit Undercut, die durch die Handlung geistern wie weiland Shakespeares drei Hexen, nur dass die Jungen Lachgas aus Ballons atmen und über Eissorten diskutieren. Was das soll? Es bleibt zu oft bei Andeutungen oder Ideen, die nicht schlüssig zu Ende geführt werden.

Auch entwickelt das Buch keinen durch- oder wenigstens eingängigen Rhythmus. Vielmehr setzt Zeit der Monster auf permanente erzählerische Standbeinverlagerung und springt am Ende sogar ganz weit ab, nämlich in die Wüste Assyriens, deren mögliche Verbindung zum Veedel nicht nur ein Silberbecher mit eigenartiger Gravur herstellt, sondern auch die Namen mancher von Kurts Figuren und die schon erwähnten Ziegen, die dort dann wieder ihren Auftritt haben.

Sich gegenseitig blockierende Ideen

Es ist eine wahrlich wilde Welt, in die uns Şeyda Kurt stürzt und die es einem alles andere als leichtmacht – ebenso wenig wie der Autorin selbst, die laut Selbstauskunft im Nachwort ihrem Text auch die Stirn bieten musste.

In Zeiten, in denen Teile des Buchmarkts immer passgenauer auf die Erwartungen der Leserschaft zugeschnitten werden, in dem Bücher von Teilen der Leserschaft gezielt nach Tropes, als Handlungsmuster und Motiven gekauft werden und damit jeglicher Überraschung und Unkonventionalität zuwiderlaufen, ist Zeit der Monster das glatte Gegenteil dieser Erwartbarkeit.

Leider blockiert sich das Buch dann aber auch streckenweise selbst mit zu vielen Einfällen und Ideen, die den Eindruck von inszenatorischem Chaos und Überfrachtung hinterlassen. Wo will das Buch hin, was will es außer Überwältigung wirklich erzählen? Diese Fragen tauchten zumindest bei mir nach der Lektüre wieder auf, ganz wie die Dinge aus dem Sumpf, die von diesem immer wieder ausgespuckt werden.


  • Şeyda Kurt – Zeit der Monster
  • ISBN 978-3-446-28460-9 (Hanser)
  • 281 Seiten. Preis: 23,00 €

George Moore – Albert Nobbs

Dieser Butler hat ein Geheimnis. Der Pendragon-Verlag und Übersetzer Stefan Weidle machen mit George Moores Albert Nobbs eine Novelle aus dem Jahr 1918, die eindrucksvoll zeigt, dass wir als Gesellschaft schon einmal weiter waren, als es heutige Diskurse um Geschlecht und Identität manchmal nahelegen.


Ein Floh ist schuld. Ohne diesen wäre Albert Nobbs größtes Geheimnis nie ans Tageslicht gelangt, so erzählt es uns George Moore in seiner Novelle aus dem Jahr 1918. Denn eigentlich ist Albert ein Etagenkellner von höchster Reputation, der seinen Dienst in einem Dubliner Hotel versieht. Doch nun soll er eines Tages – oder besser Abends – sein Bett mit einem Handwerker teilen, da sich kein freies Bett mehr im Hotel findet.

Höchst ungern gibt er sein Bett für den Handwerker frei, denn Albert hütet ein Geheimnis. Als er nun aufgrund eines Flohs, den sein Schlafgast in die Kammer importiert hat, wachgehalten wird, erkennt der Handwerker plötzlich Alberts großes Geheimnis: er ist nämlich eine Frau, wie er dem Handwerker gestehen muss.

„Sieben Jahre“, wiederholte Page erneut, „sieben Jahre weder als Mann noch Frau, nur ein Dazwischen.“
Er hatte die Worte mehr zu sich selbst gesprochen als zu Albert, da er aber nun spürte, dass er sich unvorsichtig ausgedrückt hatte, hob er den Blick und las in Alberts Gesicht, wie tief er sie getroffen hatte, als spüre diese Ausgestoßene beider Geschlechter ihre Einsamkeit vielleicht noch tiefer als je zuvor.
Während Hubert noch darüber nachdachte, welche Worte er finden konnte, um Albert mit ihrem Schicksal zu versöhnen, murmelte diese: „Weder Mann noch Frau; doch bis zu meinem Tod hätte niemand je Verdacht geschöpft, hätten Sie nicht diesen Floh eingeschleppt.“

George Moore – Albert Nobbs, S. 31

Doch was an sich als höchst ungewöhnlich gälte, steigert George Moore noch durch eine schöne Pointe. Der Handwerker ist nämlich ebenfalls eine Frau, die sich für ein besseres gesellschaftliches Auskommen auch als Mann ausgibt. Es sind zwei Figuren, die sich einer klaren geschlechtlichen Einordnung entziehen und doch ihren Weg gehen.

Keine Problematisierung, sondern gute Unterhaltung

George Moore - Albert Nobbs (Cover)

Das Tolle an George Moores Novelle ist, dass er die Geschlechterscharade gar nicht weiter problematisiert, sondern sich vielmehr auf die Entwicklung seiner Figur konzentriert. Nach der unfreiwilligen Enthüllung bekommt Albert einfach das Personalpronomen „sie“ zugewiesen und weiter gehts in der Geschichte, die ja noch viel Spannenderes zu erzählen hat, als sich nur auf den geschlechtlichen Registerwechsel zu konzentrieren.

Denn dieser Albert Nobbs hat auch Wünsche und sieht sich nach einer Partnerin um, die ihm zu seinem Glück fehlt. Doch statt die passende Frau an seiner Seite entdeckt er plötzlich den Geiz in sich. Eifrig spekuliert er auf Trinkgeld und hortet es in seinem Zimmer, um damit Träume zu erfüllen, die immer weiter in die Ferne rücken.

Möchte man es kurz fassen, dann ist Albert Nobbs eine leichte Erzählung gegen allzu starre geschlechtliche Binarität, die manche Parteien dieser Tage wieder einfordern. Der Ire George Moore, der 1852 geboren wurde und der zeitweise in Paris lebte, wo er künstlerischen Umgang mit den Größen seiner Zeit pflegte, präsentiert mit Albert Nobbs eine Figur, die sich nicht nur in geschlechtlicher Hinsicht einer klaren Wertung entzieht, was seine Novelle umso interessanter macht.

Der Geschlechterwechsel ist frei von billiger Travestie-Komik oder überschwerer Metaphorik, stattdessen erzählt er sich einfach durch Alberts Leben und sein Vermächtnis, was Übersetzer und Entdecker Stefan Weidle in seinem Nachwort dann weiter einordnet.
Weidle, der mit Mary Shelleys Mathilda schon einmal sein Gespür für die Entdeckung vergessener Werke der englischen Literaturgeschichte unter Beweis gestellt hat, liefert eine frische Übersetzung der Novelle von 1918 und geht auf die spärlichen literarischen Spuren ein, die George Moore insbesondere hierzulande hinterlassen hat.

Am bekanntesten dürfte noch die Verfilmung des Buchs mit Glenn Close als Albert Nobbs aus dem Jahr 2011 sein, die den 1933 verstorbenen Künstler dadurch etwas dem Vergessen entriss. Mit der vorliegenden Ausgabe leisten der Pendragon-Verlag und Stefan Weidle einen entscheidenden Beitrag, um das Oeuvre des zeitweise Malers, Lyrikers, Kunstkritikers und Autors weiter in Erinnerung zu halten. Denn das da noch Einiges seiner Entdeckung harrt, auch das stellt Weidles Nachwort klar.

Fazit

Gerade dieser Tage ist die Lektüre von Albert Nobbs erhellend, zeigt sie neben aller Unterhaltung doch auch, dass Geschlecht mehr als nur Biologie und starre Kategorien sein kann. Sein Albert beweist mit seinem Leben jenseits fester Geschlechtergrenzen, wie locker und unverkrampft man sich nicht nur literarisch dieser Thematik nähern kann. Man sollte die Erkenntnisse dieser über hundert Jahre alten Erzählung nicht gering achten – auch unserer Gesellschaft würden Moores Erkenntnisse in so manch überhitzter Debatte guttun!


  • George Moore – Albert Nobbs
  • Aus dem Englischen und mit einem Nachwort versehen von Stefan Weidle
  • ISBN 978-3-86532-967-7 (Pendragon)
  • 100 Seiten. Preis: 20,00 €

Kerstin Specht – Mittelberge

Das Aufwachsen eines jungen Mädchens in den 1930er-Jahren bis hinein in die Zeit der Wirtschaftswunderjahre beschreibt Kerstin Specht in ihrem Debüt Mittelberge. Was auf den ersten Blick nach einem schon dutzendfach verhandelten Plot klingt, wird bei Specht nicht nur sprachlich zu einem ein Ereignis!


Sie hat sich wahrlich Zeit gelassen. Denn auch wenn es sich eigentlich nicht geziemt, das Alter einer Dame zu nennen, so ist doch festzuhalten, das sich Kerstin Specht sechs Jahrzehnte Zeit gelassen hat, um nun pünktlich zu ihrem 70. Geburtstag mit Mittelberge als Romanautorin zu debütieren. Endlich, so muss man nach der Lektüre des Buchs konstatieren, denn ihr Buch ist durchsättigt von literarischer, philosophischer und menschlicher Erfahrung, die aus jeder Seite des Buchs spricht.

Bislang war die Autorin als preisgekrönte Dramatikerin in Erscheinung getreten, schrieb vor allem Ende der 80er bis in die 1990er Jahre hinein Theaterstücke, die sich großen Erfolgs erfreuten. Sogar international wurden ihre Stücke gespielt, darunter von niemand geringerem als der Royal Shakespeare Company.
Es waren Stücke, die in der Tradition Marieluise Fleißers standen, in denen sie auf das kleinbürgerliche Milieu und ihre Heimat Oberfranken blickte.

Eine Dramatikerin wird zur Romanautorin

In ihrem Debütroman bleibt sie diesen Themen treu. Mittelberge spielt im Landstrich Nordoberfrankens zwischen Kronach und dem Ochsenkopf, wo die junge Sophie aufwächst. Bittere Armut, Gewalt, Hoffnungslosigkeit, Sadismus in der Schule sind Merkmale ihrer Lebenswelt, zu der sich bald auch die Auswirkungen der „Machtergreifung“ Hitlers gesellen.
Junge Menschen müssen in den Krieg ziehen und kehren nur selten oder stark versehrt zurück in ihre ländliche Heimat.

Hunger, junge Gefallene und die zunehmende Fanatismus sind auch dort im abgelegenen Landstrich kurz vor der thüringischen Grenze zu spüren. Und so erlebt Sophie mit eigenen Augen mit, wie das Dorf kurz vor dem Einmarsch der US-Alliierten den Hals aus der Schlinge ziehen und die ideologische Wende vollziehen will, indem die weißen Bettlaken nun Hochkonjunktur haben und ein ganzer Berg an weggeworfenen Hitlerporträts im Stauwehr der Kronach strudelt.

Der Stucker war gestern noch der größte Nazi. Jetzt ist er eine Kühlerfigur. Die Amis setzen ihn vorn auf ihren Jeep. Eine aufgespießte schwarze Spinne. Sie fahren ihn am hellen Tag durchs Dorf in den Wald, und man weiß nicht, was sie da mit ihm machen werden. Aber der Schmied, der zweitgrößte Nazi, der wird von ihnen gebraucht, um ihren Panzer zu schweißen. Dem werfen sie grüne Riesennetze vor die Tür, voll mit Dosenfleisch, Dosenananas, Dosenkaffee und Schokolade.
Dem Textilgeschäft Schober in Kronach haben die GIs aus Spaß in die Blumenkästen geschossen. Da hat es die Kästen aus den Halterungen gerissen. Es hat Erde geregnet und hundert Hakenkreuzanstecker, die man darin vergraben hat. Die GIs heften sie sich an die Brust. Panzern ihre Uniform mit Parteiabzeichen. Und freuen sich wie Kinder.

Kerstin Specht – Mittelberge, S. 112 f,

Die literarische Erschließung Nordoberfrankens

Kerstin Specht - Mittelberge (Cover)

Die Zeit mit den amerikanischen Besatzern spielt ebenso eine Rolle wie die dann beginnende Zeit des Wirtschaftswunders, die für Sophie auch mit ihrem eigenen Erwachsenenwerden zusammenfällt.

Mittelberge erscheint in einer Zeit, in der auch Franken literarisch wieder eingehender erschlossen wird. Die Titel von Martin Oswald, Annegret Liepold oder Nadine Schneider stehen für diese Entwicklung, zu der sich nun auch Kerstin Specht mit ihrem Roman gesellt.

Ähnlich wie Tommie Goerz‘ Roman Im Schnee ist auch Mittelberge die Beschau einer Lebenswelt, die heute allenfalls in Spurenelementen noch sichtbar ist. Die bittere Armut, die Abgeschiedenheit, die Rituale wie Hausschlachtungen oder die Hochzeit im schwarzen Kleid, die körperliche Arbeit im Steinbruch, die Fortbewegung allein per pedes oder die Zeit der Kinderverschickung während des Zweiten Weltkriegs – die von Kerstin Specht beschriebene Lebenswelt tritt in ihrem Roman noch einmal plastisch vor Augen, auch wenn sie schon wieder Geschichte ist.

Ein sprachlich ganz eigener Ton

Im Gegensatz zu Tommie Goerz Roman weist Mittelberge allerdings einen sprachlich raueren, einprägsameren und eigenen Ton auf. Eingebettet in das Erzählen, das mit seinen rhythmischen kurzen Sätzen und der wohldosierten Erzählökonomie besticht, ist der Text auch immer wieder von kurzen Gedichten und lyrischen Skizzen durchbrochen, die den Erzählraum weiter öffnen.
Zudem wendet Kerstin Specht neben stellenweise eingeflochtenen Zitaten aus der Literatur auch einen leichten Dialekt an, der ihr Erzählen noch anschaulicher und glaubhafter macht.

Der Mond ist aufgegangen. über allen Wipfeln ist Ruh. Im Haus beginnt die Unruhe. Sophie sucht ihre Schuhe und ihre Jacke. Der Vater wuchtet schon den Zentnersack Getreide auf die Schubkarre. Das eiserne Rad rumpelt über die Steine im Hof. Es soll lautlos vor sich gehen. Es geht nicht. Die Nachbarn dürfen nichts hören. Sie hören alles.
Sophie und ihr Vater laufen den Wiesenweg, dann den Waldweg hinauf. Erst leuchten die Kieselsteine weiß im Mondlicht wie bei Hänsel und Gretel. Die Krähen schlucken nur Luft und schreien nicht. Dann kommt der dumpfe dunkle Waldweg mit aufspringenden Wurzeln und quer liegenden Ästen. Dann ein See mit sumpfiger Umrandung, da hacken die Krähen in den Weg.
Der Vater verläuft sich. Die Adern auf seinen Armen werde immer dicker und die Beine des Kindes müde.
Endlich ein Schimmer Licht. Unten am Wasser liegt die Mühle. Der Vater klopft an die eichene Tür. Schlurfende Schritte. Der Müller schiebt sein Gesicht zur Tür heraus.

Kerstin Specht – Mittelberge, S. 88

Diese Sprache hebt den Plot um das Erwachsenwerden eines Mädchens im 20. Jahrhundert dann vollends über das Gros thematisch ähnlich gelagerter Romane hinaus. Die kurzen Kapitel funktionieren sowohl für sich als erzählerische Miniaturen, wie auch in ihrer Abfolge, die das Erwachsenwerden des Mädchens unter schwierigen Bedingungen nachzeichnen.

So wird aus diesem Roman ein eindringlich Leseerlebnis, ein Sprachfest, die Feier weiblicher Widerstandskraft und die logische Fortführung eines künstlerischen Werks, das Oberfranken und den Herausforderungen, denen sich die Landbevölkerung in vielfacher Hinsicht gegenübersah, nun in Form dieses Romans ein Denkmal setzt!

Fazit

Es ist ein Glücksfall, dass sich Kerstin Specht zu dieser gelungenen Aufarbeitung ihrer eigenen Familiengeschichte entschieden hat (gewidmet ist Mittelberge ihrer eigenen Mutter, deren Foto auch das Cover ziert) – und dass das Buch beim unabhängigen Verlag Stroux Edition ein Zuhause gefunden hat, auf dass man nun tief in diese exemplarische Lebensgeschichte eintauchen und sich an der Sprachmacht seiner Autorin erfreuen darf!


  • Kerstin Specht – Mittelberge
  • ISBN 978-3-948065-50-8 (Stroux Edition)
  • 244 Seiten. Preis: 26,00 €