Michael Robotham – Erlöse mich
Der Stalker
Eine geheimnisvolle Patientin
Der Parkinson-geschwächte Psychologe Joe O’Loughlin hat eine ganz besondere Patientin in Behandlung, deren Schicksal ihn nicht loslässt. Marnies Gatte verschwand vor einem Jahr spurlos und seitdem befindet sich Marnie in Behandlung bei Joe.
Ein gelungenes Verwirrspiel
Die Klasse, die „Dein Wille geschehe“ besaß, erreicht das Buch leider nicht, in der Reihe aber einer der definitiv stärkeren Titel. Deshalb sei an dieser Stelle eine große Leseempfehlung ausgesprochen!
Ryan Bartelmay – Voran, voran, immer weiter voran
Zwei Brüder
Voran, voran, immer weiter voran ist der Titel eines Gedichtbandes und das Debüt von Ryan Bartelmay, der Kreatives Schreiben unterrichtet und nun seinen ersten „großen“ Roman vorlegt. Den Gedichtband hat Chick Waldbeeser verfasst, einer der beiden Hauptprotagonisten des Buches. Er und sein Bruder Buddy sind die Charaktere, um die das Buch beständig kreist.
Ein Bilderbogen zweier Leben
Immer wieder wild durch die Chronologie und sein Personenverzeichnis springend schlägt Bartelmay einen großen Bogen von der Jugend der Brüder bis hin zum hohen Alter und bringt die verschiedenen Facetten ihres Lebens zum Vorschein.
Das Cover stimmt schon auf die Ödnis ein, in der sich die Brüder des Öfteren wiederfinden sollen – von einer Hochzeit, die unter keinem guten Stern stehen sollte bis hin zu den letzten Tagen Tagen Chicks im Altenheim erzählt der amerikanische Autor.
Während er sich mit Buddy nicht besonders gut versteht, könnte Chicks Glück seine Familie sein, die jedoch auch schon bald durch ein schweres Schicksal zerrissen wird. In der Folge beobachtet der Leser Chick bei seinem Taumel durchs Leben. Während die Beziehung seines Bruders zu seiner indischen Gattin Lijy auch von Schwierigkeiten und Missverständnissen durchzogen ist, gelingt diesem ein kleiner wirtschaftlicher Erfolg. Chick sucht hingegen sein Glück in der Poesie – „Voran, voran, immer weiter voran“ – ist das Resultat. Ein Bilderbogen zweier Leben entfaltet sich vor dem Leser.
Kein neuer Stoner – aber gute Literatur
Die hohen Lobpreisungen, die dieser Roman auf dem Klappentext versammelt, kann ich zwar grundsätzlich teilen, die Qualität des „Stoner“ von John Williams, den der Text auflistet, erreicht dieser Debütroman allerdings nicht. Dennoch ein Buch, das gerade durch seine Montagetechnik gut unterhält und zwei gegensätzliche Leben nebeneinanderstellt. Ein amerikanischer Familienroman frei von Glamour und Überzeichnung – aber ein tolles Stück Literatur!
Monatsrückblick April
Der April 2015 im Rückblick
Tops&Flops
Wie war denn euer Lesemonat so? Welche Bücher habt ihr entdeckt? Und welche gehören eher in den Papiermüll?
Ich freue mich auf eure Erlebnisse!
Don Winslow – China Girl
Neal Careys zweiter Einsatz
Von San Francisco bis Honkong
Nach seinem turbulenten Einsatz im von Hippies bevölkerten London im ersten Band wird Neal nun von seinem Mentor Joe Graham und der „Bank“ auf eine Mission geschickt. Dabei würde er sich viel lieber seinem Studium widmen, doch für diese Mission braucht die „Bank“ ihren besten Mann:
Eine komplexe Jagd



