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Harlem Nocturne

Ann Petry – The Street

Mit über 1,5 Millionen verkauften Exemplaren einst ein gigantischer Erfolg – und heute fast komplett vergessen. Der Debütroman von Ann Petry über den Wunsch nach gesellschaftlichem Aufstieg und soziale Determination. The Street – Die Straße in der Übersetzung Uda Strätling, nun wieder neu zu entdecken im Verlag Nagel & Kimche.


Sie hing in dieser Straße fest, hier in diesem düsteren, dreckigen Mietshaus. Sie würde sehr lange brauchen, um wegzukommen. Sie dachte an die Chandlers und deren Freunde in Lyme. Sie hatten Recht mit ihrer Behauptung, dass jeder in der Lage war, Geld zu scheffeln, aber es war eine elende Plackerei – es verlangte harte Arbeit und Verzicht. Aber sie war zu beidem imstande beschloss sie. Und sie wollte sich niemals damit abfinden, hier leben zu müssen. Plötzlich standen ihr wieder die tragisch ergebenen Gesichter der jungen Frauen und des Alten vom Frühjahr vor Augen. Nein. So wollte sie nicht enden.

Petry, Ann: The Street, S. 269 f,

Es ist der Wunsch nach Aufstieg aus der eigenen sozialen Schicht, der Menschen umtreibt, seit es diese Schichten gibt. Viel ist darüber geschrieben worden, am eindrücklichsten sind für mich in der deutschen Literatur die Erzählungen Gottfried Büchners (Woyzeck) und Theodor Storm (Ein Wiedergänger), die mir gleich in den Sinn kommen, wenn es um den Wunsch nach Aufstieg aus der eigenen Klasse geht. Du sollst es einmal besser haben als wir ist zum geflügelten Wort geworden. Es schwingt darin der Wunsch mit, den Kindern ein sorgenfreieres Leben zu ermöglichen und ihnen die Hürden des eigenen Lebens aus dem Weg zu räumen.

Doch ebenso präsent wie der Wunsch nach Aufstieg ist auch das Wissen, das dieses Privileg nur wenigen Menschen vorbehalten ist. Die sichtbaren und unsichtbaren Schranken von Gesellschaften arbeiten effektiv, eine Durchlässigkeit der Schichten ist nicht immer gegeben.

Gegen den Sturm

Das muss auch Lutie Johnson erkennen. Sie ist die Heldin von Ann Petrys Debütroman. Höchst symbolisch weht ihr schon in den ersten Zeilen dieser Erzählung ein Sturm entgegen, der alle anderen Menschen von der Straße treibt. Sie bietet dem Sturm allerdings Paroli, denn sie ist auf der Suche nach einer Wohnung für sich und ihren Sohn Bubb. Diese findet sie in der 116th Street in Harlem, einem Straßenzug, der von ärmlichen Mietshäusern und schuhschachtelgroßen Wohnung dominiert wird.

Sie blickte hoch zu den düsteren Wohnungen, wo die Köpfe erschienen waren. Endlose Reihen schmaler Fenster, endlose Stockwerke zusammengepferchter Menschen. Sie besah sich die Straße insgesamt. Mülltonnen standen am Rand. Halbverhungerte Katzen wühlten darin – raschelten im Papier, nagten an Knochen. Und es war ja nicht nur diese Ecke, diese Straße, dachte sie wieder. Es war überall in Harlem das Gleiche, wo die Mieten so niedrig waren.

Petry, Ann: The Street, S. 198

Bildstark inszeniert Petry dieses Harlem der 40er Jahre, in dem die Armut grassiert. Das Straßenbild wird von ausrangierten Möbeln dominiert, die auf der Straße stehen. Diese werden von den Menschen als eine Art Wohnzimmer genutzt, wie ein weißer Cop im Buch einmal bemerkt. Die erdrückende Enge der Wohnungen und der sozialen Klasse lässt die Menschen auf die Straße und die Vordertreppen der Häuser flüchten.

Ann Petry - The Street (Cover)

Auch Lutie versucht, nicht allzu viel Zeit in ihrer Wohnung zu verbringen. Als Sekretärin hat sie sich selbst fortgebildet und bestreitet so das kärgliche Einkommen für sich und ihren Sohn, der nach der Schule stundenlang in der Wohnung auf sie wartet. Ihr großes Ziel ist es, genug Geld für einen Auszug und ein sorgenfreies Leben mit ihrem Jungen zu sammeln.

Doch dieses Unterfangen gleicht an einem Ort wie Harlem dem Kampf gegen Windmühlen. Meist scheitert Lutie in The Street an den Männern, die ihr Chancen verbauen und sie nur ausnutzen wollen. Egal ob der Hausmeister ihres Mietshauses, ein Bandleader oder der lokale Pate, der im Besitz von Tanzlokalen und Mietshäusern ist. Positiv gezeichnete Männer gibt es in Luties Straße nicht. Das Patriachat zeigt sich hier in Harlem von seiner hässlichen Seite.

Vom Kampf um ein besseres Leben

In den Beschreibungen ihrer Charaktere ist Ann Petry sehr präzise. Die glaubhaft gestalteten Figuren legen die gesellschaftlichen Mechanismen offen, durch die Ausgrenzung und Stigmatisierung funktionieren. Von den kleinen Nebenfiguren wie etwa Luties schnapsbrennenden und konsumierenden Vater bis hin zum psychisch gestörten Hausmeister, der ein Komplott um Luties Sohn herum spinnt. Petry erzählt psychologisch glaubhaft und mit großem Einfühlungsvermögen. Auch Mittel der Spannungsliteratur wendet sie in ihrem Buch an, was The Street Drive verleiht.

Ich las Petrys Roman als eine Art schwarzen Gegenentwurf zu Betty Smiths Ein Baum wächst in Brooklyn, das drei Jahre vor Petrys Buch erschien. Wo bei Smith reelle Aufstiegschancen und Bildung durch Lesen für junge Frauen stets in Reichweite sind, so ist die Welt bei Ann Petry deutlich düsterer. Missbräuchliche Männer, Enge, Düsternis, Armut und Gewalt sind allgegenwärtig und stehen der weiblichen und sozialen Emanzipation entgegen.

Treiben auf den Straßen Harlems 1939

Neben Betty Smith erinnerte mich dieser Roman am stärksten an James Baldwin (der ebenfalls in Harlem geboren wurde), vor allem an seinen Beale Street Blues. Einen ähnlich scharfen Blick auf gesellschaftliche Verhältnisse und die Probleme der schwarzen Bevölkerung teilen beide Autor*innen. Aber auch an Jacqueline Woodsons Ein anderes Brooklyn oder Maya Angelous Autobiografie fühlte ich mich in manchen Passagen erinnert.

Auch heute noch von großer Aktualität

Obwohl schon 74 Jahre vergangen sind, liest sich dieser Roman an keiner Stelle altbacken oder überholt. Die von Uda Strätling ins Deutsche übersetzte Sprache Petrys ist frisch und ihre Beschreibungen des Treibens auf den Straßen Harlems sind mehr als überzeugend. Die Absatzzahlen von über 1,5 Millionen verkauften Exemplaren (wovon man heute nur träumen kann) sind angesichts der Qualität des Buchs mehr als verständlich. Die Wiederentdeckung dieses Buchs nebst dem schönen Nachwort von Tayari Jones ist ein Glücksfall. Schön, dass Nagel & Kimche dem Buch eine Chance gibt.

Nicht nur allen Lesern von James Baldwin und Co. sei dieses Werk wärmstens ans Herz gelegt. Eine unbedingte Empfehlung – ein Buch, das wieder gelesen und besprochen werden sollte. Denn die in The Street thematisierten Probleme und Fragen sind auch heute noch allgegenwärtig und von Relevanz.


Titelbild und Straßenszene aus Harlem stammen aus dem Archiv der New York Public Library. Die Rechte ebenda. https://digitalcollections.nypl.org/items/bcdf3fbe-a589-88d6-e040-e00a1806445a

  • Ann Petry – The Street
  • Mit einem Nachwort von Tayari Jones
  • Aus dem Englischen von Uda Strätling
  • ISBN 978-3-312-01160-5 (Nagel & Kimche)
  • 384 Seiten, 24,00 €
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Anna Burns – Milchmann

Wenn Lesen im Gehen zur Bedrohung wird. Anna Burns in „Milchmann“ über die Frage, wie es ist, in Zeiten des Terrors und der Repression erwachsen zu werden.


Viele Preise hat Anna Burns für ihren Roman Milchmann bereits errungen. So ist vor allem der renommierte Booker Prize zu nennen, den die Irin 2018 gewann. Weitere Preise folgten, darunter etwa der Orwell-Preis. Nun liegt das Buch in der (gelungenen) deutschen Übersetzung von Anna-Nina Kroll im Tropen-Verlag vor.

Worum geht es? Gleich eine der schwierigsten Fragen in diesem Buch vorweg. Denn einer genaue Verortung und präzisen Zuschreibung entzieht sich Anna Burns in ihrem Roman. Keine der Figuren hat einen richtigen Namen, sie alle tragen nur Funktionsbezeichnungen oder Spitznamen. Auch bleibt das Umfeld und die Zeit, in denen der Roman spielt, nebulös. Zwar lassen sich Bezüge auf die Situation in Belfast in den 70er Jahren herstellen, als gesichert kann das alles aber nicht gelten.

So unscharf dieser Milchmann in seiner Einordnung auch ist, so klar ist für mich die Geschichte, die in dem Buch steckt. Denn Milchmann ist die Geschichte eines Erwachsenwerdens in einem repressiven System und eine Geschichte einer Selbstbehauptung. Im Mittelpunkt steht die Ich-Erzählerin, die in einem vaterlosen Haushalt mit ihren Geschwistern aufwächst. Abwechselnd umsorgt und beschimpft von der Mutter wächst die Erzählerin heran, die stets einen eigenen Kopf hat.

Wenn Lesen zur Gefahr wird

Die Leidenschaft der Erzählerin gilt den großen Werken der Literatur, die sie vorzugweise beim Spazierengehen in ihrem Viertel liest. Eine Angewohnheit, die das Misstrauen ihrer Mitmenschen weckt. Denn alles was anders als „normal“ ist, wird im Viertel gnadenlos seziert und ist verpönt. So sind es etwa Homosexualität oder die Leidenschaft zum Kochen, die bei anderen Menschen dafür sorgen, dass Personen im Viertel ausgestoßen werden oder man sich über sie lustig macht. Auch so etwas wie Feminismus oder eben die Leidenschaft für Literatur sorgen für Gerede. Gerede, das immer weiter anschwillt, als die Erzählerin in den Fokus des Milchmanns gerät.

Anna Burns - Milchmann (Cover)

Dieser Milchmann verdient sein Geld allerdings nicht mit dem Ausfahren von Milch. Vielmehr ist er ein einflussreicher Mann, der scheinbar alles über die Erzählerin weiß. Er stellt ihr nach und versucht sie mit Drohungen und Andeutungen gefügig zu machen. Eine Tatsache, die dafür sorgt, dass ihre Mitmenschen die Erzählerin noch einmal mehr schneiden und über sie tuscheln. Doch ein einfacher Weg war es noch nie, den die Erzählerin gegangen ist. Vielmehr versucht sie sich an eigenen Strategien, um dem Milchmann zu entgehen.

Ähnlich wie in der großen Bestsellerreihe um die Freundinnen Lenù und Lila von Elena Ferrante ist es auch hier eine dumpfe, gewaltgesättigte Welt, in der Gerüchte, Streit und üble Nachrede das Leben bestimmen. Alles, was nicht der Norm entspricht, weckt Misstrauen. Alle, die einen eigenen Kopf haben und diesen auch durchsetzen, werden von der Gesellschaft ausgestoßen.

Da werden fast gewalttätige Auseinandersetzungen vom Zaun gebrochen, nur weil der Vielleicht-Freund der Besitzerin ein Teil einer Autokarosserie ergattert hat. Über die Frage, ob eventuell eine verhasste Flagge auf diesem Teil angebracht war und wer diese nun haben könnte, debattiert man zunächst energisch und wird dann fast handgreiflich. Der Genuss eines James-Bond-Films gilt als Verrat. Ausgangssperren werden hingegen wieder kollektiv missachtet.

Keine einfache Lektüre

Es ist eine schwierige Welt voll unsichtbarer Codes, Verhaltensweisen und rätselhafter Motive, in denen die Erzählerin aufwächst. Den Regeln der Gesellschaft beugt sie sich allerdings nicht, was mich stark für sie einnahm. Gerade auch das Lesen als Akt der Unangepasstheit ist ein stimmiges Motiv im Buch.

Obwohl man den Milchmann als Hymne auf das Lesen und das Versinken in erdachten Welten lesen kann, ist das Buch für mich eines, bei dem das selbst nicht gilt. Immer wieder legte ich das Buch zur Seite, tat mich phasenweise wirklich schwer mit der Lektüre. Das ist zum Einen der bedrückenden Welt geschuldet, die Anna Burns mit ihren Mechaniken beschreibt. Zum Anderen ist es auch die Prosa selbst, die es mir schwermachte. So erleichtert mir eine mögliche Verortung über Namen oder Bezeichnungen die Lektüre eines Buchs. Hier wurde konsequent darauf verzichtet.

Milchmann, Vielleicht-Freund, Chefkoch oder 10 Minuten-Gegend sind Bezeichnungen, von denen es im Buch wimmelt. Das wäre alleine für sich genommen auch nicht wirklich schlimm. Dann entscheidet sich Anna Burns in ihrem Roman aber auch, auf so etwas wie Struktur weitestgehend zu verzichten. Kaum eine Kapitelüberschrift und erst recht keine Absätze. Alles fließt seitenlang in Blöcken vor sich hin. Die Erzählung mäandert, und so etwas wie eine Verweilmöglichkeit am rettenden Ufer ist selten in Sicht. In diese Erzählkaskade muss man sich stürzen wollen. Einfach ist diese stilistische Widerborstigkeit sicher nicht.

Eine Geschichte als Aufklärung

Dann ist das Buch aber auch wieder voller eindrücklicher Szenen. Am beeindruckendsten für mich die Lehrerin, die ihren Schüler*innen das Sehen lehrt. Vor der Stunde galt für alle, die Erzählerin inklusive, die Weisheit, dass das Gras grün und der Himmel blau sei. Nach der Stunde ist dem mitnichten so. Beeindruckend schildert Anna Burns, wie die Schüler*innen das Sehen lernen und plötzlich feststellen, dass die Welt doch eine andere ist, als die sie sie vorher betrachtet haben. Hier zeigt sich auch stark das Motiv der Aufklärung, das in dem Buch eine wichtige Rolle spielt. So ist Milchmann auch eine Aufforderung, sich unter widrigen Umständen und in schwierigen gesellschaftlichen Lagen das eigenständige Sehen und Denken zu bewahren.


Insgesamt gesehen ist Milchmann für mich eine schwierige Lektüre, die mich dann doch aber auch belohnte. Das Buch steckt aufgrund seiner vagen Erzählweise voller Deutungsmöglichkeiten und ist sicher eines jener Bücher, bei dem die Interpretationen weit auseinandergehen.

Aus dem Englischen von Anna-Nina Kroll (Orig.: Milkman)
1. Aufl. 2020, 452 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50468-2

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Whitney Scharer – Die Zeit des Lichts

Whitney Scharer schreibt in ihrem Debüt Die Zeit des Lichts ein klassisches Biopic über Lee Miller, die Geliebte Man Rays. Nicht weniger, leider aber auch nicht mehr.


Ausgangspunkt ist dabei Aufenthalt Lee Millers in Paris. In ihrer Heimat, den USA, war sie als gefragtes Model für Vogue und Co aktiv. Nun verbringt sie ihre Tage in den Bistros und auf den Partys rund um Montparnasse. Bei einer dieser Partys begegnet Lee Miller Man Ray. Der Fotograf hat sich mit seinen Porträtfotografien und Auftragsarbeiten einen Namen gemacht und betreibt ein Atelier, bei dem die Pariser Bohème ein und aus geht.

Die Fotografin Lee Miller

Mit Beharrlichkeit wird Lee Miller zunächst zu Rays Assistentin, später auch zu seiner Geliebten. Im brodelnden Paris der 20/30er Jahre reift Lee zur ernstzunehmenden Fotografin und Künstlerin heran und macht die Bekanntschaft von Personen wie Jean Cocteau, Ilse Bing oder André Breton. Doch nach und nach stellt Lee Miller fest, dass auch in Paris deutlich mehr Schein als Sein herrscht. So mancher strahlende Künstler stellt sich doch eher als trügerisch und falsch heraus. Auch Man Ray selbst hat seine Abgründe und ihre Liaison entpuppt sich als reichlich explosiv. Doch die Amerikanerin kämpft um ihre Selbstbestimmung und künstlerische Anerkennung. So ist Die Zeit des Lichts auch eine Geschichte des Kampfs gegen Konventionen und eine Geschichte einer Emanzipation.

Ein brodelndes und rauschhaftes Paris

Whitney Scharer entführt mit ihrem Debüt direkt hinein in ein pittoresk-brodelndes Paris voller Bistros, Kleinkunstbühnen und rauschhaften Partys. Künstlercliquen ziehen durch die Stadt, private Mäzene schmeißen Gatsby-ähnliche Partys. Sie inszeniert die Stadt und ihre Bewohner als großen Rausch, in dem sich Lee Miller zunehmend sicherer und souveräner bewegt.

Doch weder für die Schilderung der Kunst der Fotografie noch der von Paris findet Scharer neue Wege oder einen überzeugenden Zugriff. Genauso gut hätte der Roman in Berlin zur gleichen Zeit spielen können, Unterschiede wären nicht auszumachen. Und auch von der Faszination, die durch Bilder entstehen kann, konnte mir Whitney Scharer kaum etwas vermitteln. Das Problem, das ich schon bei William Boyds Die Fotografin hatte, kam auch bei Die Zeit des Lichts für mich zu tragen: die Übersetzung der Welt des Bildermachens in die der Sprache klappt nur bedingt. Eine eigene Möglichkeit, das Fotografieren und dessen Reize in Sprache zu übertragen, auch Whitney Scharer findet sie nicht.

Unkonventionelles Leben, konventioneller Roman

So unkonventionell das Leben Lee Millers auch gewesen sein mag, so konventionell ist leider das Buch gestaltet. Wir lernen zu Beginn Lee als Schatten ihrer selbst kennen. Als Kolumnistin für Kochkultur verdingt sie sich und bewirtet daheim große Tafelrunden. Sie ist dem Alkohol alles andere als abgeneigt und die Zeit war nicht gut zu ihr. Ihre Chefin stellt sie bei einer dieser Tafelrunden vor die Wahl: entweder beschreibt Miller ihre Lebensgeschichte, oder ihr Vertrag als Kolumnistin endet.

Mit diesem erzählerischen Kniff setzt dann die Rahmenhandlung ein, die die chronologisch die Paris-Phase aus Lee Millers Leben schildert. In diese geradlinig ablaufende Erzählung schneidet Whitney Scharer immer wieder kurze Episoden aus Millers Leben als Kriegsfotografin während des Zweiten Weltkriegs. Doch wie wurde aus Lee Miller diese Kriegsreporterin? Was passierte zwischen ihren Erlebnissen in Paris und im Zweiten Weltkrieg? Was geschah, bis wir Lee Miller im Prolog 1966 und Epilog 1974 wiedertreffen? All das erzählt Whitney Scharer zu meinem Bedauern nicht. Die Zeit des Lichts ist für mich voller Leerstellen, die ich gerne von der Autorin gefüllt bekommen hätte. Lee Millers Leben gäbe dies ja auf alle Fälle her. Aber stattdessen viel Weißraum in diesem Biopic, das von Nicolai von Schweder-Schreiner aus dem Englischen übertragen wurde. Leider für meinen Geschmack zu konventionell und zu brav, als dass es mich wirklich begeistert hätte.


Ein kleiner Tipp am Rande: wer neugierig geworden ist auf die Beziehung von Man Ray und Lee Miller, dem sei die unten angehängte Arte-Doku anempfohlen. Und ein Interview mit Whitney Scharer gibt es auch, und zwar unter folgendem Link.

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So spannend wie trockenes Mondgestein

Ulrich Woelk – Der Sommer meiner Mutter

Es bietet sich natürlich an, im Jahr 2019 ein Buch über die Mondlandung 1969 zu veröffentlichen. 50-jähriges Jubliäum des Armstrong’schen Monspaziergangs – da könnte man doch noch mal prima drüber schreiben, wie sich das damals so angefühlt hat. Muss sich auch Ulrich Woelk gedacht haben, der mit Der Sommer meiner Mutter ein Buch vorlegt, das es in Sachen Spannung, Sprache und Tiefenwirkung jenem trockenen Mondgestein aufnehmen kann, über das Neil Armstrong 50 Jahre zuvor wandelte.


Dabei packt Woelk alles in das Buch, was dieses Jahr 1969 so besonders machte. Die 68er-Revolte hat das Land durchgeschüttelt, die sexuelle Befreiung ist auf dem Vormarsch. Frauen emanzipieren sich, das Wirtschaftwunder klingt endgültig ab. Das lunare Wettrennen zwischen der UdSSR und Amerika ist im vollen Gange – da liegt der Stoff natürlich förmlich auf der Hand.

All diese Themen bündeln sich in den beiden Familien, die Woelk in den Mittelpunkt seines nicht einmal 200 Seiten umfassenden Romans setzt. Da ist zum einen Tobias, der 11-jährige Ich-Erzähler, durch dessen Augen man die Handlung erlebt. Zusammen mit seiner Mutter und seinem Vater leben sie am Stadtrand von Köln, ein kleines Einfamilienhaus ist ihr Zuhause. Die Beziehung atmet die typischen Konventionen der Zeit. Während der Vater das Geld verdient, fügt sich Tobias‘ Mutter in die Rolle als Hausfrau.

Die Wahlverwandschaften am Kölner Stadtrand

Die Spiegelung dieser zeittypischen Familie bilden die Leinhards, eine Familie, die das nebenstehende Haus beziehen. Sie übersetzt, er ist als Philosophie-Dozent an der Uni tätig. Rosa, ihre Tochter sticht durch viel Altklugheit davor – und fasziniert gerade dadurch Tobias. Mit dieser Familie kommt ein ganz neuer Geist in die Nachbarschaft, der mit dem konservativen rheinländischen Katholizismus von Tobias Elternhaus kontrastiert. Die Leinhards hegen Sympathien für den Kommunismus, mussten aufgrund nebulöser Gründe aus Griechenland fliehen und stehen für ein neues Beziehungsbild.

Es entspinnt sich eine Handlung, die an die Wahlverwandschaften Goethes erinnert. Beide Ehepartner fühlen sich zu den anderen Partnern hingezogen (so zumindest Tobias‘ Wahrnehmung), während dieser selbst Rosa näherkommt und das erlebt, was man heute als Coming-of-Age bezeichen würde, sexuelle Initiation inklusive. Was bei Goethe schon nicht gut ausgeht, tut es bei Woelk schon erst recht nicht. Ein Geheimnis ist das mitnichten, schon der erste Satz des Romans nimmt dies vorweg.

Im Sommer 1969, ein paar Wochen nach der ersten bemannten Mondlandung, nahm sich meine Mutter das Leben.

Woelk, Urlich: Der Sommer meiner Mutter, S. 7

Damit ist natürlich auch die Spannung bzw. die Überraschung im Buch schon perdu. Wie es ausgeht, das überrascht nicht wirklich. Die Gestaltung eines dramatischen Bogens scheint Ulrich Woelk in Der Sommer meiner Mutter aber auch nicht wirklich zu interessieren. Chronologisch wird die ganze Handlung heruntererzählt, die es zu keinem Zeitpunkt schafft, so etwas wie eine Metaebene oder eine tiefergehende zweite Handlung hinter der erzählten Hauptebene zu entwickeln.

Bräsig wie eine Reihenhaussiedlung

So bräsig und banal wie die Reihenhaussiedlung am Stadtrand bleibt auch die Gestaltung der Kapitel, die Titel wie Neue Nachbarn oder Mädchen sind so tragen. Das Ganze las sich für mich ungeheuer rückwärtsgewandt und so spannend wie eine überbelichtete Fotografie aus den 60ern. Wenn es Woelks Ziel war, diese verschlafene BRD-Stimmung in Worte zu gießen, dann hat er das durchaus geschafft. Aber mir war diese in kunstlose und völlig austauschbare Sprache gekleidete Geschichte viel zu wenig, auch als Erinnerung an das Jahr 1969. Gerade in diesem Jubliäumsjahr werden wir ja mit Erinnerungen, Dokumentationen und Reportagen in mannigfaltiger Form überschüttet. Von diesen Rückblicken kann sich Woelks Buch leider überhaupt nicht absetzen und fügt der 69er-Nostalgie in meinen Augen nichts Wesentliches hinzu.

Natürlich ist es okay, diese Zeit wieder aufleben zu lassen und sich den Erinnerungen hinzugeben. Auch ein nostalgisches Buch über Kindheitserinnungen und die Mannwerdung in vergangen Zeiten ist ja erlaubt und bekommt seinen Platz. Aber dennoch stelle ich mir die Frage, ob es solch ein rückwärtsgewandtes Buch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2019 braucht. Gewiss, der Blick zurück dominiert auch bei den bisher ausgezeichneten Titeln. Ich selbst würde aber mir mehr inhaltliche und formale Wagnis von einem Buch wünschen, das auf dieser Liste steht. Ein Buch, das Ideen für unsere Zeit liefert, das sich der Komplexität der Welt da draußen stellt. Der Sommer meiner Mutter von Ulrich Woelk tut dies in meinen Augen leider nicht. Schade drum!

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Theresia Enzensberger – Blaupause

Eine hochspannende Zeit, ein entscheidender Wendepunkt im deutschen Design – und ein leider recht seelenloser Roman. Theresia Enzensbergers Debüt Blaupause über das Bauhaus in Weimar und Dessau.


In diesen Tagen jährt sich die Gründung des legendären Bauhauses zum 100. Mal. Viele berühmte Namen sind mit der Ideenschmiede verbunden, die einst in Weimar ihren Ausgang nahm: Johannes Itten, Oskar Schlemmer, Ludwig Mies van der Rohe, Wassily Kandinsky oder der Leiter der Schule – Walter Gropius. Klingende Namen, deren Werke und Kreationen heute noch untrennbar mit ihren Schöpfern verbunden sind. Doch die Geschichte des Bauhauses ist eine der Männer. Bekannte weibliche Architektinnen oder Designerinnen? Da muss man schon lange überlegen. Während Männern am Bauhaus fast alles zugestanden wurde, sie sich ausprobieren und verschiedenste künstlerische Ausdrucksformen aneignen durfte, sah man Frauen eher in anderen Bereichen. Der Lehrer Johannes Itten drückt die Überzeugung der Fakultät der Ich-Erzählerin Luise gegenüber einmal so aus:

Schließlich höre ich ihn [Johannes Itten] sagen: „Keine Sorge Luise, die meisten Frauen haben Defizite im dreidimensionalen Sehen. Das hat nichts mit dir zu tun. Ich würde dir allerdings empfehlen, in die Textilwerkstatt zu gehen. Dort kannst du auch dein Talent für Farbgebung weiterentwickeln, das du ja schon unter Beweis gestellt hast.

Enzensberger, Theresia: Blaupause, S. 81
Holzspielzeug aus dem Baushaus: Entwürfe von Alma Siedhoff-Buscher (Bildrechte: Von chinnian – DSCF2582, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49721587)

Die Weberei – oder allerhöchstens das Design von Spielzeug und Kindermöbeln. Mehr wurde Frauen am Bauhaus selten zugestanden. Das muss auch Luise Schilling im Lauf des Buchs erfahren. Gegen den Widerstand ihres Vaters zieht es sie ans Bauhaus. Dort verliebt sie sich, lebt, webt und feiert. So könnte man den Inhalt von Blaupause schnell auf den Punkt bringen.

Weimar 1921, Dessau 1926

Das Buch teilt sich in zwei große Blöcke. Der erste spielt 1921 am Bauhaus in Weimar, der zweite dann sechs Jahre später am Bauhaus in Dessau. Die Erfahrungen, die Luise an beiden Orten macht, ähneln sich meist. Frauen werden nicht ernst genommen, ihre Entwürfe gelten weniger wert. Eine Szene im Bauhaus in Weimar zwischen ihr und einigen männlichen Mitschülern illustriert das recht eindrücklich:

Ich werde ungeduldig. „Habt ihr ausprobiert, was passiert, wenn ihr das Geländer erst bei der zweiten Stufe einführt?“, frage ich.

Die drei schauen mich überrascht an. Mein Herz schlägt schnell. Vielleicht hätte ich nichts sagen sollen, aber die Lösung war so offensichtlich. „Bei der zweiten Stufe? Wie sieht denn das aus?“ fragt der Rothaarige. „Ja, großartig, das macht ja alles noch komplizierter,“ sagt der Kleine und schüttelt den Kopf. „Ich weiß es!“ ruft der Mützenmann. „Wir machen die erste Stufe zum Auftrittspodest. Dann müssen wir die Steigung nicht anpassen. Hier“, sagt er und kritzelt etwas auf das Papier. Die anderen beiden sind begeistert, der Rothaarige klopft ihm anerkennend auf die Schulter. Aber genau das habe ich doch gesagt! Wütend wende ich mich wieder meiner schiefen, längst winzigen Kugel zu und beschließe, sie jetzt nur noch abzuschleifen, um so schnell wie möglich hier wegzukommen“.

Enzensberger, Theresia: Blaupause, S. 64 f.

Die Frauen machen die Arbeit und geben Impulse – und die Männer streichen die Meriten ein. So verkürzt könnte man die Erfahrung von Luise Schilling wiedergeben. Das ist – wenngleich etwas plakativ – ganz gut gelungen. Allerdings zeigt auch dieser Ausschnitt, woran das Buch für mich krankt. Es ist die Passivität Luises, mit der sie diese Kränkungen und Zurechtweisungen erträgt. Der Ton und ihr Verhalten ist oftmals sehr backfischig. Wird sie von ihren männlichen Kollegen geschnitten, sagt sie nichts. Wird sie in die Weberei abkommandiert, sagt sie nichts und grummelt in sich hinein. Finden ihre Entwürfe keine Anerkennung, so äußert sie darüber keinen Ärger, sondern akzeptiert auch das sang- und klanglos.

„Die Familie, bei der ich [ihre Liebschaft Jakob] wohne, würde sich wundern, wenn ich nicht nach Hause komme. Außerdem soll man im Winter nur die halbe Nacht zusammen in einem Bett verbringen, sagt Hanisch.“ Hanisch! Ich finde, Hanisch hat in meinem Schlafzimmer gar nichts zu suchen. Aber ich will nicht drängen, deswegen sage ich nichts. Jakob gibt mir einen kurzen Kuss. „Bis morgen, Schönste.“ sagt er, was mich besänftigt. Leise schließt er die Tür. Ich kann seine Schritte noch hören, dann wird es still

Enzensberger, Theresia: Blaupause, S. 70

So lässt sich Luise von ihrer Affäre abspeisen und bleibt im treudoofen Modus. Auch an Silvester reagiert sie nicht anders und bleibt im stupiden Anhimmel-Modus. Feuer, Esprit, Emanzipationswillen? Bei ihr Fehlanzeige.

Charlotte richtet ihr jährliches Silvesterfest aus. Ich stehe herum und vermisse meine neuen Freunde. Während neben mir ein exaltierter Jüngling von irgendeiner neuen Theaterafführung erzählt, arbeite ich im Kopf alle Details meiner nächsten Beggnung mit Jakob aus. Und während um mich herum lautstark das Jahr 1922 eingeläutet wird, führe ich verschiedenste Szenarien für meine zukünftige Liebesgeschichte ins Feld. Mein eigener Groschenroman wird immer abstruser, aber am Ende steht immer der glückliche Ausgang, der eines solchen Romans würdig ist.

Enzensberger, Theresia: Blaupause, S. 73

Eine unrunde Figurengestaltung

Luise als Figur bleibt immer weit unter ihren Möglichkeiten, was mich bei der Lektüre wirklich störte. Diese Passivität, dieses naive Eia Popeia-Hoffen, auf dass sich schon alles fügen wird, das ist gerade im ersten Teil kaum zu ertragen. Im Zusammenwirken mit anderen Gedanken und Überlegungen wirkt die Ausgestaltung ihrer Figur dann allerdings auch unrund

Ich finde Freiräume, die man sich innerhalb einer gegebenen Struktur schafft, oft spannender als das, was ohne Anhaltspunkt entsteht. Aber vielleicht ist das ein unbrauchbares Axiom, es ist durchaus möglich, dass diese Vorliebe eher etwas über meinen Mangel an Kreativität aussagt.

Enzensberger, Theresia: Blaupause, S. 27

Oder ein letztes Zitat, das die Naivität Luises kontrastiert.

Es entspinnt sich eine Diskussion, ob der Film ein dionysisches oder ein apollinisches Medium ist. Ich habe Die Geburt der Tragödie vor kurzem gelesen, aber ich habe keine Lust, mich zu beteiligen. Ich weiß auch nicht, ob man Nietzsches Kriterien überhaupt auf den Film anwenden kann.

Enzensberger, Theresia: Blaupause, S. 77

Hier zeigt Enzensberger ihre Heldin als hochgebildet, die in Diskussionen durchaus etwas beizutragen hätte – das aber oftmals auch nicht möchte und zurücksteckt. Zwar ist dieses Verharren in der vorgesehenen gesellschaftlichen Rolle zeittypisch und – doch nimmt es es dem Roman auch viel an innerer Spannung, die ja vor allem aus starken Figuren heraus entsteht.

Wenn Theresia Enzensberger schon vom weiblichen Blick auf das Bauhaus und die damalige Zeit erzählen will, so eine unspannende Figur wählt, die kaum rebelliert oder die Grenzen weitetet, obwohl sie die Anlangen dazu hätte? Für mich ist das leider verschenktes Potenzial und macht einen Kritikpunkt des Buchs aus.

Viel Oberfläche, wenig Tiefenwirkung

Theresia Enzensberger – Blaupause

Ein anderer Punkt ist die Oberflächlichkeit, die dieser Roman immer wieder verströmt. Zwar reißt Theresia Enzensberger alles irgendwie an, zuende geführt wird in Blaupause allerdings kaum etwas. So schnuppert Luise im Bauhaus in alle Bereiche hinein, sieht einmal Schlemmers Triadisches Ballett. In Berlin kommt sie bei Kommunisten unter, auch ein Ausflug ins pulsierende und flirrende Nachtleben der 20er ist natürlich ein Muss. Allesamt werden diese Punkte alle einmal pflichtschuldig angerissen – doch genauer widmet sich Enzensberger den Handlungsstationen kaum. Alles gleicht einer Stadtrundfahrt, bei der alle relevanten Punkte angesprochen und kurz einmal gezeigt werden. Doch einen wirklichen Eindruck bekommt man von keiner dieser Handlungsstationen. Wer waren die Menschen am Bauhaus? Was trieb sie an? Wie hat sich das Leben damals angefühlt? Theresia Enzensberger kann keine tieferen Einsichten liefern, als nur an der bekannten Oberfläche zu kratzen.

Und ein letzter Punkt, der mir immer am Herzen liegt ist auch die Sprache – wenngleich dies auch ein reichlich subjektiver Punkt ist: während meine liebe Kollegin Birgit Böllinger auf Sätze&Schätze den sachlichen Tonfall des Textes lobt, finde ich genau diesen Tonfall etwas zu schnöde und seelenlos. Natürlich darf man sehr sich gerne eines sachlichen und nüchternen Stils bedienen wenn man vom Bauhaus erzählt, das ja wie keine andere Stilrichtung für das Schnörkellose steht. Doch in diesen Stil auch das Raffinierte, das Kunstvolle einfließen zu lassen, was ja auch das Bauhaus ausmacht – das hat mir in Enzensbergers Prosa gefehlt. Alles klingt doch recht austauschbar und nichtssagend. So etwas wie eine originäre Schreibe oder die Entwicklung eines eigenen Stils konnte ich in Blaupause nicht entdecken.

Ein weiblicher Blick auf eine männliche Kunstschule

Trotz dieser Kritikpunkte soll am Ende nicht der Eindruck zurückbleiben, dass Blaupause durch die Bank weg ein schlechtes Buch sei. Mir fehlte, wie oben schon angeführt, etwas die Seele und eine kunstfertige Ausgestaltung des Buchs, aber es hat auch seine starken Momente.

Der eindrücklichste Punkt an Blaupause ist für mich ist der weibliche Blick auf die Männerwelt Bauhaus, die sich bis in die Leitung der Anstalt durchzog (besonders stark die Schlusspointe des Buchs, ohne diese hier verraten zu wollen). In diesem entworfenen Ende ist das Buch stark. Doch kann das keinesfalls für die Schwächen der vorherigen 230 Seiten entschädigen. Das Buch ist schnell gelesen – aber auch relativ schnell wieder vergessen.

Eine große Empfehlung möchte ich dennoch an dieser Stelle aussprechen – und zwar für diese Dokumentation: Bauhausfrauen nimmt die weibliche Seite des Bauhauses in den Fokus. Anhand dreier Frauen, die ihren eigenen Weg einschlugen, allerdings immer im Schatten der Männer standen. Eine Dokumentation, die einiges gerade rückt und einen dringend notwendigen neuen Blick auf die Ideenschmiede ermöglicht

Bauhausfrauen: Screenshot aus der ARD-Mediathek

Und hier noch ganz klassisch der Link: https://www.daserste.de/unterhaltung/film/themenabend-frauen-am-bauhaus/doku/index.html

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